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bvmd-Datenbank: Enthält (fast) alles

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 2/2013: 21

Hillienhof, Arne

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www.bvmd.de/ausland/berichte
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Fast 4 000 Erfahrungsberichte von Famulaturen, PJ-Tertialen und vielem mehr hat die bvmd in ihrer „Berichtedatenbank“ gesammelt.

Mitunter muss man tief graben, um an die wahren Schätze zu gelangen – so auch hier: Die Datenbank der bvmd mit mehr als 4 000 Erfahrungsberichten zu Famulaturen und PJ, Forschungsaustausch, Entwicklungshilfe und sogar zu den Krankenpflegepraktika verbirgt sich auf der bvmd-Website im Bereich Projekte unter dem Stichwort „Berichtedatenbank“.

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Wer es aber bis hierhin schafft, hat die Auswahl – von Ägypten bis Vietnam reicht die Liste der Länder, aus denen es Beiträge gibt. „Die bvmd hat die Datenbank vom Deutschen Famulantenaustausch übernommen, als wir dessen Arbeit weitergeführt haben, die Sammlung wächst ständig“, erläutert Hanna Sophie Müller, bvmd-Bundeskoordinatorin für Forschungsaustausch aus Hannover. Jeder Bericht wird gegengelesen, bevor er in die Datenbank kommt, die besten erscheinen in der Rubrik „Bericht des Monats“.

Gut, machen wir den Test: Wir wollen zum Beispiel eine Famulatur machen in, sagen wir – Neuseeland. Welches Fach? Machen wir es nicht zu schwierig (für die Datenbank): Innere! Also „Neuseeland“ eingegeben, „Famulatur“ und „Innere“ und – nichts. Was daran liegt, das man in einem neuen Feld auch die Stadt eingeben soll. Wir wählen „Auckland“. Das ist jetzt doch recht speziell. Aber siehe da, es gibt einen Famulaturbericht vom Herbst 2003, den rufen wir auf.

Tatsächlich ist es kein Pflicht-Kurztext in zwei Absätzen, sondern ein dreiseitiger Bericht über eine Kardiologie-Famulatur im Green Lane Hospital Auckland. Die Autorin berichtet darüber, was in der Planungsphase zu beachten ist, über Kosten und Unterkunft und wie die Arbeit in der Klinik abläuft. Der Famulaturbericht ist sehr ausführlich.

Bei der Suche nach Erfahrungen mit Chirurgie-Famulaturen in Norwegen findet man allein für Oslo fünf Berichte, der Bericht vom August 2008 ist fast fünf Seiten lang und enthält Infos zu Impfungen und geforderten ärztlichen Untersuchungen, zu Visa und Aufenthaltsberechtigungen, Land und Leuten und zur Finanzierung. Auch wenn in den älteren Berichten möglicherweise einige Details überholt sind, geben sie doch einen guten Einblick, worum man sich im Vorfeld kümmern sollte.

Was motiviert so viele Studierende, ausdauernd und ausführlich über ihre Auslandsaufenthalte zu berichten? „Die Anmeldegebühr für den Famulanten- und den Forschungsaustausch der bvmd liegen bei 100 Euro. Wer hinterher einen Bericht schreibt, der erhält 85 Euro davon zurück“, erläutert die Forschungskoordinatorin. Die übrigen 15 Euro sind Verwaltungsgebühren, die bvmd macht keinen Profit mit dem Geld. Dr. med. Arne Hillienhof

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