ArchivDeutsches Ärzteblatt18/1996Gesundheitslage im Irak besorgniserregend

POLITIK: Nachrichten - Ausland

Gesundheitslage im Irak besorgniserregend

hk

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS GENF. Im Irak hat die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren zwischen 1990 und 1994 um rund 600 Prozent zugenommen. Das geht aus einem Bericht der Welt­gesund­heits­organi­sation hervor. Die gesundheitliche Lage im Irak habe sich dramatisch verschlechtert, was unter anderem auf das internationale Embargo während und nach dem Golfkrieg zurückzuführen sei. Außerdem verfüge das humanitäre Hilfsprogramm der Vereinten Nationen nicht über genügend Mittel, um sich der wachsenden Probleme anzunehmen. Fünf Jahre nach dem Golfkrieg leidet dem Bericht zufolge ein Großteil der Bevölkerung an den Folgen von Unterernährung. Davon seien vor allem Kinder betroffen, die häufig an ernährungsbedingter Anämie oder Vitamin-A-Mangel litten. Die gesundheitliche Lage habe sich zusätzlich verschlechtert, weil Malaria, Typhus, Cholera und andere infektiöse Krankheiten wieder zunähmen. Außerdem hätten der Krieg und seine Folgen die Entwicklung im Gesundheitswesen um mindestens 50 Jahre zurückgeworfen. hk
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote