ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 2/2013conhIT – Connecting Healthcare IT 2013: Erprobte IT-Lösungen für die Praxis

SUPPLEMENT: PRAXiS

conhIT – Connecting Healthcare IT 2013: Erprobte IT-Lösungen für die Praxis

Dtsch Arztebl 2013; 110(14): [9]

Krüger-Brand, Heike E.

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Das Ressourcenmanagement in Kliniken und Praxen, die IHE-kompatible elektronische Fallakte und die strukturierte medizinische Dokumentation stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Gesundheits-IT-Kongressmesse.

Für den Kongress der conhIT haben sich die Veranstalter ein neues Konzept ausgedacht, das beginnend ab 2013 für drei Jahre umgesetzt werden soll: Besonders wichtige Trends der Branche sollen als sogenannte Dauerbrennerthemen im Zentrum stehen. Hierzu zählen die medizinische Dokumentation, Datenschutz und Datensicherheit, Interoperabilität und Systemintegration sowie Innovationen.

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Neuigkeiten gibt es bei der Entwicklung der elektronischen Fallakte (EFA). Die Spezifikation 2.0 der Fallakte ist erstmals kompatibel zu den von der IHE-Initiative (Integrating the Healthcare Enterprise) formulierten Anforderungen an den standardisierten Datenaustausch der IT-Systeme. Um medizinische Prozessabläufe zwischen den Systemen zu unterstützen und Interoperabilität herzustellen, entwickelt die IHE-Initiative diese Anforderungen aus der Praxis heraus in sogenannten Use Cases mit entsprechenden technischen Leitfäden (Profilen).

Mit dem kürzlich vorgestellten IHE-Cookbook steht jetzt ein Konzept zur Verfügung, das auf alle gängigen elektronischen Aktentypen anwendbar ist: auf die fallbezogene Patientenakte, die einrichtungsübergreifende Patientenakte eEPA und die persönliche einrichtungsübergreifende Patientenakte (PEPA). Die Fallakte und das IHE-Cookbook sind nach Angaben der Entwickler so eng miteinander verzahnt, dass die Weiterentwicklung künftig synchron möglich ist. Gleichzeitig bleiben im Hinblick auf die EFA die datenschutzrechtlich geforderte Zweckbindung der Datensammlung und die Patienteneinwilligung wesentliche Merkmale des Konzepts. Mehrere Veranstaltungen stellen die EFA-Spezifikation 2.0 und das IHE-Cookbook vor.

IT-gestütztes Ressourcenmanagement ist ein Thema, das sowohl Krankenhäuser als auch Arztpraxen betrifft. Vorreiter im klinischen Bereich sind hierbei Lösungen für die OP-Planung, denn ein nicht optimal genutzter Operationssaal ist teuer für ein Krankenhaus. Inzwischen können in vielen Kliniken die am Prozess beteiligten Mitarbeiter die aktuelle OP-Auslastung und den Stand bei einzelnen Operationen per Computer abrufen. Die Bestellung der OP-Materialien und die Belegungsplanung erfolgen mit IT-Unterstützung. Dennoch gibt es noch viele Bereiche, in denen Effizienzreserven schlummern. Ein Beispiel dafür ist das krankenhausweite Terminmanagement, eine komplexe Aufgabe, weil dafür Informationen aus unterschiedlichen IT-Systemen berücksichtigt werden müssen.

Aber auch im niedergelassenen Bereich profitieren Ärzte und Patienten von Werkzeugen zur Optimierung des Praxisbetriebes, etwa durch die Online-Terminvergabe.

Ein weiteres Thema des Kongresses und der Industrieausstellung sind technische Lösungen für die regionale Vernetzung und unterschiedliche Kooperationsszenarien. Hierfür spielen beispielsweise Verschlüsselungstechnologien und die elektronische Signatur für eine rechtssichere Kommunikation zwischen Ärzten beziehungsweise zwischen Ärzten und Krankenhäusern eine Rolle. Vor allem durch die inzwischen in der Praxis erprobte Stapelsignatur könnte der Datenaustausch etwa in Form von Arztbriefen an Schwung gewinnen.

Neben der Befundkommunikation geht es im Rahmen von Vernetzungsprojekten auch um die strukturierte Datenerfassung zur Versorgungssteuerung. Nur dadurch lässt sich nachweisen, ob sektorenübergreifende Kooperationen etwa in Ärztenetzen erfolgreich arbeiten. Dem Thema ist eine Kongress-Session wie auch eine Veranstaltung im Rahmen der conhIT-Akademie gewidmet.

Heike E. Krüger-Brand

Info: www.conhit.de

Etwa 300 Aussteller, darunter circa 60 ausländische Unternehmen, unter anderem aus dem diesjährigen Partnerland Polen, aus Österreich und Dänemark, sind auf der conhIT 2013 vertreten. Die aus Industriemesse, Kongress, Akademie und Networking-Events bestehende Veranstaltung findet vom 9. bis 11. April auf dem Messegelände Berlin statt. Sie wird in Kooperation unter anderem vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg, der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie und dem Berufsverband Medizinischer Informatiker gestaltet.

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