SUPPLEMENT: PRAXiS

DrEd.com: Notsituation

Dtsch Arztebl 2013; 110(14): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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Die von Großbritannien aus agierende deutschsprachige Online-Arztpraxis DrEd ist ein Stein des Anstoßes im hiesigen Gesundheitswesen. Ärztevertreter und Politiker warnen vor einer ausschließlichen Diagnose und Behandlung per Internet. Zudem ist die Fernbehandlung nach deutschen Recht verboten (in Großbritannien ist sie allerdings erlaubt). Inzwischen haben jedoch mehr als 15 000 deutsche Patienten das Angebot genutzt. Das Forum zu einem Artikel auf „Spiegel online“ hierzu sei zur Lektüre empfohlen.*

Aus zahlreichen Forenbeiträgen spricht der große Frust von Patienten über die mangelnde Zeit und ärztliche Zuwendung beim Arztkontakt. Warnungen vor dem Portal und Verbotsforderungen werden überwiegend als Lobbyismus und Furcht um die eigenen Pfründe vonseiten der Ärzte oder als Bevormundung interpretiert. „Dass solche Angebote kommen und auch genutzt werden, war klar und logisch“, schreibt ein Forumsgast. Ein anderer begründet den Erfolg von DrEd damit, dass „den 15 000 Patienten die Ärzte fehlen, die sich kümmern“. Zwar kann man dem Anbieter rein ökonomische Interessen unterstellen. Andererseits ist klar: Es besteht ein Bedarf (fast möchte man sagen, eine echte Not). Klare länderübergreifende Regelungen für alle Beteiligten sind daher dringend nötig. Heike E. Krüger-Brand

* www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/zoff-um-dred-com-behoerden-warnen-vor-online-aerzten-a-889036.html

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