ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2013Kassenärzte: Systemkorruption
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Der Arztberuf soll auf allen Ebenen beschädigt werden . . .

Nicht wir sind die Korrupten, sondern unser SGB V-gesteuertes System profitorientierter Krankenkassen und Pharmafirmen.

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Die Korruption liegt auf deren Seite und ist Systemkorruption. Warum?

Kartellbildung, geheime Preisabsprachen, willkürliche Preisgestaltung bestimmen das Bild.

Wie jedes Kind weiß, könnten in der Bundesrepublik . . . Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden, würden bei uns holländische Arzneimittelpreise praktiziert werden – siehe Arzneimittelreport des Jahres 2012.

Diese führen zu Unwirtschaftlichkeit und vor allem einer unerträglichen Missbrauchssituation für alle Ärzte und Versicherten, unter der wir Ärzte gezwungen sind, unter existenziellem Risiko und für ein Schandgeld die Patienten kaputtzusparen, damit sowohl Pharmaindustrie als auch gesetzliche Krankenkassen Abermilliarden für sich auf die Seite schaffen können – was sie, wie bekannt, mit großem Erfolg tun.

Der größte Skandal hierbei ist, dass in Deutschland den politisch Verantwortlichen die maximale Freiheit der bürokratisierten Gesundheitsfunktionäre und der großindustriellen Pharmabranche alles, die Freiheit des Arztes, seine Patientin nach Leitlinie bestmöglich ohne Rücksichtnahme auf die habgierigen Interessen Dritter, Vierter und Fünfter zu behandeln, einen feuchten Kehricht wert ist . . .

Antikorruptionsgesetze gegen niedergelassene Verschreiber bei gedeckelten Budgets sind Volksverdummung und vorsätzliche Rufschädigung. Schluss mit dem deutschen Arzneikostenregressterror! Schluss mit Ärzte- und Patientenmissbrauch für den Milliardenreibach von Pharmaindustrie und Krankenkassen!

Gegen diese brauchen wir Antikorruptionsgesetze, nicht gegen die niedergelassenen Mediziner.

Dr. med. Uwe Blaettner, 86152 Augsburg

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