ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2013Hochschulmedizin: Mainzer Uniklinik muss sparen

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Hochschulmedizin: Mainzer Uniklinik muss sparen

Dtsch Arztebl 2013; 110(14): A-636 / B-564 / C-564

Hillienhof, Arne

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Finanzielle Schieflage: Die Mainzer Uniklinik verzeichnete 2012 ein Millionendefizit. Foto: dpa
Finanzielle Schieflage: Die Mainzer Uniklinik verzeichnete 2012 ein Millionendefizit. Foto: dpa

Die Mainzer Universitätsklinik plant erhebliche Einsparungen. Die wirtschaftliche Situation mache ein sorgfältiges Haushalten notwendig, sagte der Vorsitzende der Universitätsmedizin, Prof. Dr. med. Norbert Pfeiffer, bei der Vorstellung des diesjährigen Wirtschaftsplans. Insgesamt plane die Uniklinik Kosteneinsparungen von mehr als zehn Millionen Euro und einen Mehrerlös durch Leistungssteigerungen in Höhe von sieben Millionen Euro.

An den deutschen Unikliniken gebe es ein strukturelles Problem bei der Kostendeckung, erklärte Pfeiffer. Nur ein Viertel der Einrichtungen schreibe schwarze Zahlen. Dies liege auch daran, dass die Unikliniken Aufgaben übernehmen müssten, die nicht oder nur teilweise finanziert würden, etwa die Weiterbildung von Ärzten oder die Behandlung von Fällen mit hohen Krankheitskosten. Daher befürwortet Pfeiffer eine Regelung in Form eines „Systemzuschlags“ für die Unikliniken. Im vergangenen Jahr habe die Mainzer Uniklinik bei einem Umsatz von etwa 700 Millionen Euro einen Verlust von voraussichtlich 15 Millionen Euro eingefahren, sagte der kaufmännische Vorstand, Götz Scholz.

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Betroffen von der Kostenreduzierung sei vor allem der Personalbereich, erklärte Pfeiffer. Hier lägen die Einsparungen bei etwa acht Millionen Euro, was im Jahresverlauf einem Abbau von etwa 240 Stellen entspreche. Betriebsbedingte Kündigungen schloss er aus. Vielmehr soll die natürliche Fluktuation genutzt werden. hil

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