ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2013Fachkräftemangel: Nicht nur Sprachbarrieren
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Erst einmal vorweg: Ich bin keine Ausländerfeindin. Natürlich ist es okay, wenn freie Stellen von ausländischen Ärztinnen und Ärzten besetzt werden. Leider scheinen hier in der Region aber überwiegend ausländische Kolleginnen und Kollegen im Krankenhaus arbeiten zu wollen, und das stimmt mich schon bedenklich. Nicht alle Ausländer kommen mit der deutschen Denk- und Lebensart zurecht, und in diesem Bereich gibt es auch Barrieren, nicht nur in der Sprache; das habe ich den Berichten meiner Patientinnen entnommen, die dadurch bei ihrer Krankenhausbehandlung Schwierigkeiten hatten. Dieser Lernprozess dauert sicher länger als das Erlernen der Sprache und ist auch kaum in Kursen möglich. Das macht eine Überfremdung auch problematisch.

Außerdem finde ich es schon seit mehreren Jahren eine Ungeheuerlichkeit, dass die deutsche Politik sich die Verschwendung leistet, Mediziner auf Kosten von uns Steuerzahlern auszubilden und sie dann durch schlechte Arbeitsbedingungen aus dem Land zu graulen. Das rufschädigende Verhalten der Medien in Bezug auf unsere Berufsgruppe tut ein Übriges.

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Dr. med. Sabine Becke, 31535 Neustadt

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