ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2013Daniela Berg: An der Spitze der Parkinson-Gesellschaft

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Daniela Berg: An der Spitze der Parkinson-Gesellschaft

Dtsch Arztebl 2013; 110(14): A-673 / B-593 / C-593

Zylka-Menhorn, Vera

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Daniela Berg, Foto: Universität Tübingen
Daniela Berg, Foto: Universität Tübingen

Die Deutsche Parkinson-Gesellschaft hat erstmals eine Frau an ihre Spitze gewählt: Die Tübinger Neurologin und Hirnforscherin Prof. Dr. med. Daniela Berg wird in den nächsten zwei Jahren die Geschicke der Fachgesellschaft leiten. Berg ist Forschungsgruppenleiterin am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung und am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Standort Tübingen, sowie Oberärztin an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen.

Ihr besonderes wissenschaftliches Interesse gilt der Früherkennung: Sie ist Leiterin der 2009 gestarteten und auf 20 Jahre angelegten TREND-Studie (Tübinger Erhebung von Risikofaktoren zur Erkennung von Neurodegeneration), bei der 1 200 Personen regelmäßig und nichtinvasiv auf Frühveränderungen des Parkinson-Syndroms und der Alzheimer-Krankheit untersucht werden. Schon jetzt zeichnen sich zwei Ergebnisse ab: Depression erhöht das Risiko, an der Alzheimer-Demenz zu erkranken, und eine Einschränkung der Wortfindung gehört zu den frühesten Symptomen dieser neurogenerativen Erkrankung. Zudem entwickelte Berg mit der transkraniellen Sonographie ein Verfahren, mit dem parkinsonbedingte Veränderungen der Substantia nigra dargestellt werden können, noch bevor die Patienten an Bewegungsstörungen oder dem typischen Händezittern leiden.

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Daniela Berg studierte von 1988 bis 1994 Medizin an der Universität Würzburg, 2002 legte sie ihre fachärztliche Prüfung ab. Seit August 2003 ist die Neurologin am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen tätig. Vera Zylka-Menhorn

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