ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2013KBV-Befragung zum Sicherstellungsauftrag: Was Ärzte und Therapeuten unzufrieden macht

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KBV-Befragung zum Sicherstellungsauftrag: Was Ärzte und Therapeuten unzufrieden macht

PP 12, Ausgabe April 2013, Seite 149

Hillienhof, Arne

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„Viele Ärzte und Psychotherapeuten fühlen sich von den Krankenkassen drangsaliert und ihre Arbeit nicht wertgeschätzt.“ – Dr. med. Andreas Köhler, KBV-Vorstandsvorsitzender Foto: dpa
„Viele Ärzte und Psychotherapeuten fühlen sich von den Krankenkassen drangsaliert und ihre Arbeit nicht wertgeschätzt.“ – Dr. med. Andreas Köhler, KBV-Vorstandsvorsitzender Foto: dpa

Die meisten niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten sind grundsätzlich mit ihrem Beruf zufrieden, nicht aber mit den Rahmenbedingungen ihrer Arbeit. Besonders störend sind die zunehmende Einmischung der Krankenkassen in die Behandlung, die unzureichende Vergütung und die überbordende Bürokratie. Das berichtet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Hintergrund ist die Befragung aller rund 150 000 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten zum Sicherstellungsauftrag zwischen Ende November 2012 und Anfang Januar 2013. Das Meinungs- und Sozialforschungsinstitut infas hatte etwa 80 000 Rückmeldungen bekommen.

Zu den Forderungen der Ärzte gehörten feste, kostendeckende Preise für alle Leistungen, der Wegfall der leistungsfeindlichen Mengensteuerung, keine Einmischung der Krankenkassen mehr in die Therapiefreiheit und die Abschaffung der Regresse für Arznei- und Heilmittel. „Viele Ärzte klagen über unsinnige Vorschriften und dass sie zu wenig Zeit für ihre Patienten haben. Sie fühlen sich von den Krankenkassen drangsaliert und ihre Arbeit nicht wertgeschätzt“, so der KBV-Chef, Dr. med. Andreas Köhler. Trotzdem liebten sie ihren Beruf.

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Die Mitte Januar beendete Befragung hatte ergeben, dass die große Mehrheit der Ärzte und Psychotherapeuten möchte, dass KBV und Kassenärztliche Vereinigungen weiterhin die ambulante Versorgung in Deutschland sicherstellen. Allerdings wollen die meisten das nur, wenn sich die Rahmenbedingungen verbessern. hil

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