ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2013Gesundes Leiden: Vorsicht geboten
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Es ist nachgewiesen, dass schon geringes psychisches Leiden weit unterhalb der Krankheitsschwelle eine Erhöhung der Sterblichkeit an vielen Krankheiten bewirkt. Die Folgekosten psychischer Störungen explodieren. Der Begriff gesundes Leiden sollte sehr vorsichtig benutzt werden und nicht zu Ausgrenzungszwecken dienen. Es ist Stand der Medizin, auch Risikofaktoren zu behandeln. Warum nicht auch bei psychischen Störungen?

Wenn oft, gerne bei Burn-out und Mobbing, ohne vorherige gründliche psychotherapeutische Diagnostik behauptet wird:

„Das ist keine Krankheit, was Sie haben“, zeigt das mangelnde Realitätserfahrung der Urteilenden in der ambulanten psychosozialen Medizin. Hinter Arbeitsplatzproblemen stecken oft neurotische Störungen, wie krankhaftes Verantwortungsgefühl, Perfektionszwang, Autoritätskonflikte und neurotische Erwartungen an die Arbeitswelt.

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Diese neurotischen Störungen können (bevorzugt tiefenpsychologisch) nach den Psychotherapierichtlinien behandelt werden. Die Erfahrung zeigt:

Dazu reichen oft wenige Sitzungen, wenn die Betroffenen früh genug in Therapie kommen.

Literatur beim Verfasser

Gerhard Leinz, 24103 Kiel

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