ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2013Gesundes Leiden: Mutiger kodieren
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Es sei herzlich gedankt dafür, die Z-Diagnosen aus dem Dornröschenschlaf in der Schmuddelecke herausgeholt zu haben und mit der mutigen Überschrift und den dazu näheren Ausführungen im einleitenden Text auch – hoffentlich – so viel Provokation auszulösen, dass die soziologische Real-Bedeutung der dort „versteckten“ Kodierung(serfordernisse) . . . im Hinblick auf die multiplen Inhalte der Z-Diagnosen sich . . . deutlich in die Kodierungsaktivitäten . . . der Vertragsärzt(inn)en hineindrängt. Es ist immer wieder festzustellen, dass durch die Verunsicherungen durch allerlei unverstandene Vorschriften bis hin zu falschinterpretierender Schlaumeierei beim Kodieren im Vertragsarztbereich das auf der Strecke bleibt, was eigentlich geschehen soll: eine Verbürokratisierung einer bestehenden individuellen Patientensituation, und das so ehrlich und zutreffend als möglich. Und von durchschnittlich 30 (bis in einzelnen Praxisgegebenheiten zu 50 Prozent) Z-Diagnose-Zuständen gehen üblicherweise nur mal fünf Prozent als solche in tatsächlich kodierte Diagnosen ein. So wird das Bild durch Kodierung von „falschen Winden“ schief und in unechte Richtungen geblasen. Das Ergebnis sind verwirbelte Statistiken mit unzutreffenden Schlussfolgerungen. Dabei bin ich durchaus der Meinung, dass zum Beispiel die Statistiken über „Burn-out“ und alles drum herum noch deutlich schlimmer ausfielen, würde mutiger und zutreffender kodiert – zum Beispiel mit dem Regenbogenprofil der Z-Diagnosen. Nur Mut, Kolleg(inn)en!

Dr. med. Richard Barabasch,
96178 Pommersfelden

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