ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2013Pflegekräfte: Rheinland-Pfalz bekommt eine Pflegekammer

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Pflegekräfte: Rheinland-Pfalz bekommt eine Pflegekammer

Dtsch Arztebl 2013; 110(15): A-690 / B-606 / C-606

Hibbeler, Birgit

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Viele Pflegekräfte wünschen sich eine Kammer, die ihre Interessen vertritt. Foto: picture alliance
Viele Pflegekräfte wünschen sich eine Kammer, die ihre Interessen vertritt. Foto: picture alliance

Nach Schleswig-Holstein ist nun auch in Rheinland-Pfalz die Entscheidung für eine Pflegekammer gefallen. Bei einer Befragung von Pflegekräften in dem Bundesland sprachen sich 75,8 Prozent für die Einrichtung aus. Das teilte der rheinland-pfälzische Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie, Alexander Schweitzer (SPD), mit. Er kündigte an, eine Novellierung des Heilberufegesetzes anzustoßen. Eine Gründungskonferenz soll ab Sommer die Einrichtung vorbereiten. 2015 soll die Kammer ihre Arbeit aufnehmen.

An der Befragung beteiligten sich 7 061 Pflegekräfte. In der Pflege sind in Rheinland-Pfalz aber etwa 37 500 Menschen tätig. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bezeichnete deshalb die Umfrage als nicht repräsentativ.

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Kritik kam auch vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Der bpa sieht in dem Ergebnis eine „Ablehnung durch Nichtteilnahme“. Die Landesregierung solle jetzt nicht versuchen, ihr Wunschprojekt Pflegekammer dadurch durchzudrücken, indem sie ein Minderheitsvotum als Willen der Pflegenden präsentiere, sagte der stellvertretende Vorsitzende des bpa-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Manfred Hoffmann. BH

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