ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2013Paroxysmales Vorhofflimmern: Automatisierte EKG-Analyse

TECHNIK

Paroxysmales Vorhofflimmern: Automatisierte EKG-Analyse

Dtsch Arztebl 2013; 110(15): A-730 / C-639

EB

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Überwachung eines Patienten in der Stroke Unit des Universitätsklinikums Heidelberg. Quelle: apoplex medical
Überwachung eines Patienten in der Stroke Unit des Universitätsklinikums Heidelberg. Quelle: apoplex medical

Vorhofflimmern ist eine häufige Herzrhythmusstörung und eine der wichtigsten Schlaganfallursachen. Mit dem „Infinity Monitoring“-System des Medizintechnikherstellers Dräger kann das „SRAclinic“-System der Apoplex Medical Technologies GmbH vollautomatisch das aufgezeichnete Echtzeit-Elektrokardiogramm (EKG) übernehmen. SRA steht für Stroke Risk Analyzer und bezeichnet ein Verfahren der Schlaganfallrisikoanalyse, mit dem sich Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern auch zwischen den Flimmerepisoden identifizieren lassen. Durch die Kombination der beiden Technologien ist es jetzt möglich, die EKG-Daten ohne Interaktion des Pflegepersonals an das Analysesystem zu übermitteln. Das Infinity Gateway zeichnet das vom Dräger-Monitoring überwachte mehrkanalige EKG automatisch auf und überträgt es als Datenpaket an den „SRAclinic“-Analyseserver.

Bisher wurde zur Messung des Langzeit-EKGs ein Rekorder eingesetzt, den das Pflegepersonal mit zusätzlichen Elektroden am Patienten angelegt und nach der Aufzeichnung der EKG-Daten von bis zu drei Tagen wieder abgenommen hat. Die erhobenen EKG-Daten konnte das Pflegepersonal nur mit zeitlicher Verzögerung auswerten. Mit der Kombination entfällt das Verkabeln mit dem Langzeit-EKG-Rekorder und damit die zusätzliche Belastung für Klinikpersonal und Patient. Die Daten stehen für die Auswertung sofort zur Verfügung.

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Nach der Analyse der EKG-Daten des Patienten erhält der Arzt einen aussagekräftigen Report, der ihm innerhalb der ersten Therapiestunden Aufschluss über das individuelle Risiko paroxysmalen Vorhofflimmerns gibt und schnelles Reagieren ermöglicht. Mehr als zehn Stroke Units, unter anderem die Universitätskliniken in Heidelberg, Münster und Erlangen, arbeiten bereits mit dem kombinierten medizintechnischen Verfahren. Informationen: www.apoplexmedical.com; www.draeger.com. EB

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