ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2013Arbeitsrecht: Neutralität wahren
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Die Entscheidung des Arbeitsgerichtes Berlin löst bei mir nur Kopfschütteln aus. Es muss einem Praxisinhaber doch wohl gestattet sein, selbst zu entscheiden, wie er seine Praxis repräsentieren will. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob er Angestellte einstellen möchte, die die Symbole ihrer Religion demonstrativ vor sich hertragen, sei es ein Kreuz, ein Kopftuch oder eine Burka. Eine Praxis sollte Neutralität wahren. Dazu gehört eine strikte Trennung zwischen Arbeit und Freizeit (in diesem Fall Religion), was sich unter anderem in der Kleidung ausdrückt. Auch Patienten sind manchmal anders religiös gebunden und werden eine Praxis, die augenscheinlich eine Religion öffentlich repräsentiert, eher meiden.

Die Entscheidung des Gerichtes zeigt erneut, dass man sich davor hüten sollte, einem Bewerber die Gründe seiner Ablehnung mitzuteilen. Gefördert werden so zwar leere Worthülsen und Heuchelei, doch wurde einem dadurch aber eine gerichtliche Auseinandersetzung erspart.

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Mario Loß, 12159 Berlin

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