ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2013Stefan Pfister: Forschung für junge Tumorpatienten

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Stefan Pfister: Forschung für junge Tumorpatienten

Dtsch Arztebl 2013; 110(15): A-725 / B-635 / C-635

Zylka-Menhorn, Vera

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Stefan Pfister, Foto: Deutsches Krebsforschungszentrum
Stefan Pfister, Foto: Deutsches Krebsforschungszentrum

Hirntumoren sind bei Kindern zwar selten, aber nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache. „Nur wer die Biologie von Tumoren versteht, kann sie zielgerichtet behandeln“, lautet das Motto von Prof. Dr. med. Stefan Pfister, der die Abteilung Pädiatrische Neuroonkologie im Deutschen Krebsforschungszentrum leitet und als Pädiater in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Heidelberg arbeitet. Er und sein Team analysieren seit Jahren das Erbgut der drei häufigsten kindlichen Hirntumoren, des niedriggradigen Astrozytoms, des Medulloblastoms und des Ependymoms.

Und das mit Erfolg: So entdeckten die Forscher 2009, dass aus bestimmten Veränderungen im Erbgut des Medulloblastoms präzise Rückschlüsse auf Aggressivität und Heilungschancen abgeleitet werden können. Ein entsprechender Gentest definiert fünf verschiedene Risikogruppen. Bei Kindern aus der Gruppe mit der besten Prognose können die Ärzte nun die Intensität der Therapie reduzieren und damit Spätfolgen vermeiden. Für seine zielführenden Arbeiten wurde Pfister jetzt in der Kategorie „Translationale Forschung“ mit dem Deutschen Krebspreis geehrt. Er teilt sich die Auszeichnung mit Prof. Dr. med. Roman Thomas vom Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung in Köln.

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Private Entspannung holt sich Pfister in der Musik. „Da kann ich so richtig gut abschalten“ sagt Pfister und meint damit nicht nur das private Musizieren. Als Mitglied des Tübinger Saxophon-Ensembles war er immer wieder international auf Konzerttourneen unterwegs. Vera Zylka-Menhorn

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