ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2013Pflegebedürftige: Repräsentativ
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Die vier geschilderten Einsatzszenarien zeigen sehr repräsentativ, womit man im ärztlichen Notdienst immer wieder konfrontiert wird. Die Heimleitung befürchtet, dass bei einer unterlassenen Diagnostik die Angehörigen, die Öffentlichkeit und/oder irgendwelche Juristen sofort bereitstehen, um das sattsam bekannte Empörungsritual zu inszenieren. Die examinierte Pflegekraft, die in der Lage und willens sein muss, zu entscheiden, ob eine Situation ein Notfall ist, vom Kollegen Schulze gefordert, existiert leider nicht in jedem Pflegeheim. Und irgendwelche Vereinbarungen mit Angehörigen, Betreuern etc. nutzen nur etwas, wenn sie in justiziabler schriftlicher Form dann auch vorliegen, wenn wir morgens um vier gerufen werden. Dass eine meist gering qualifizierte Pflegekraft sich absichern will, ist manchmal lästig, geht aber in der Regel auf diejenigen zurück, die dann nicht zugegen sind, wenn der „Notfall“ eintritt.

Dr. med. Dr. med. dent. Martin Trinder, Notfallarzt der KV Hessen, 60599 Frankfurt

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