ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2013Annette Schavan: Eine ehrenwerte Frau
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Ich halte Frau Dr. Schavan für eine ehrenwerte Frau, und sie war eine leistungsstarke Ministerin. Doch sie wurde von den Bluthunden gejagt. Wenn diese einmal die Witterung genommen und sich festgebissen haben, gibt es offensichtlich kein Entrinnen. Es wäre sehr wissenswert, wer letztendlich hinter diesen Verfolgern steht.

Wer gibt so etwas in Auftrag? Es ist doch augenscheinlich, dass meistens Politiker der Regierungskoalition betroffen sind. Es geht doch wohl nicht nur um reine Wissenschaft, sondern um Politik und Beschädigung von Personen. Wenn eine Promotion, wie bei Frau Schavan, vor 30 Jahren geschrieben wurde, geschah dies unter ganz anderen Bedingungen. Das damalige Denken und Handeln war ein anderes, es gab andere Bestimmungen und Gesetze. Beim Schreiben einer Arbeit, eines Artikels, dem Vorbereiten einer Rede usw. werden doch immer Gedanken und Sätze übernommen, wenn man will, abgeschrieben. Man muss ja nicht alles neu erfinden. Natürlich soll das Übernommene gekennzeichnet werden. In einer anderen Zeit, unter anderen Bedingungen gab es dabei möglicherweise andere Großzügigkeiten. Zur Beratung und Überwachung ist doch der Doktorvater da. Wo bleibt also die Verantwortlichkeit der Universität Düsseldorf? Vermutlich würden die Doktorarbeiten der Herren Professoren auch durchfallen, wenn man sie auf Plagiate durchforsten würde. Aber dies ist nicht genug publikumswirksam. Ich persönlich halte das Vorgehen der Universität gegen Frau Schavan für eine Schande.

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Dr. med. Jürgen Fege, 09600 Weißenborn

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