ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2013Medizingeschichte: Sehr anschaulich
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Vielen Dank für den Artikel. Er erzählt sehr anschaulich über das Leben und das durch die Nazis erzwungene Lebensende von Arthur Nicolaier, dem Entdecker des Tetanuserregers.

Der folgende Satz, beziehungsweise genauer gesagt das Wort „zwar“ in diesem Satz, hat mich nachdenklich gemacht: „Zwar war er bereits 1921 aus dem Judentum ausgetreten und in der Folge konfessionslos geblieben, doch änderte das aus Sicht der Nationalsozialisten nichts: . . .“

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Hätte es denn aus unserer Sicht etwas geändert? Hätten die Nazis dieses Kriterium gelten lassen, wäre dann der Mord an nicht aus dem Judentum ausgetretenen Menschen hinnehmbarer gewesen? Folgen wir mit so einer Darstellung nicht in gewisser Weise der Denkweise der Nazis? Hätten die Nazis dieses Kriterium gelten lassen, hätte das für denjenigen, der bereit gewesen wäre/war, auszutreten, alles geändert. An der Diskriminierung und dem sich anschließenden Mord an denen, die diesem Kriterium nicht entsprochen hätten, nichts. (Ein anderes Beispiel ist die oft mit einer gewissen „Extra“-Empörung beschriebene Tatsache, dass die Nazis sogar jüdische Menschen umbrachten, die im Ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft hatten.) . . .

Conny Höflich, 10243 Berlin

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