ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2013Kulturkalender: Geheimnisvolle Bilder

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Kulturkalender: Geheimnisvolle Bilder

Dtsch Arztebl 2013; 110(16): A-789

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

Bielefeld

Bis 7. Juli:

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Der deutsche Symbolismus

In geheimnisvollen Bildern erzählten sie von Eros, Sünde, Leidenschaft, Heldentum, Krankheit und Tod, widmeten sich der Welt des Geistigen, der Träume und der beseelten Natur: die Symbolisten, die der französische Kunstkritiker Gustave Kahn dafür bewunderte, „das Subjektive zu objektivieren, statt das Objektive zu subjektivieren“. In beeindruckender Qualität und Breite illustriert die Ausstellung die deutsche Spielart des Stils zwischen Romantik und Expressionismus. Faszinierende Gemälde, zum Beispiel von Arnold Böcklin, Anselm Feuerbach, Hans von Marées, Max Klinger und Hans Thoma, machen den Kunstbesuch zum Erlebnis.

Kunsthalle, Artur-Ladebeck-Straße 5, Di.–So. 11–18, Mi. 11–21, Fr. 11–20, Sa. 10–18 Uhr

BREMEN

13. April bis 11. August:

Wols: Die Retrospektive

Zum 100. Geburtstag von Wols (1913–1951), der eigentlich Wolfgang Schulze hieß, lädt die Retrospektive dazu ein, sein vielschichtiges Œuvre aus Fotografien, Zeichnungen, Aquarellen, Grafiken und Gemälden (Bild: „Der Vogel“, 1949) zu betrachten. Der 1932 aus Deutschland emigrierte Wols, der erst spät Anerkennung erfuhr, aber posthum auf den ersten drei Documentas vertreten war, entwickelte sich von seinen surrealistischen Anfängen zum Wegbereiter des Informels. 2013 feiern zwei weitere Schauen in Dresden und Wiesbaden den Künstler.

Kunsthalle, Am Wall 207, Mi.–So. 10–17, Di. 10–21 Uhr

Düsseldorf

Bis 7. Juli:

Grafiken von Pablo Picasso

Picasso experimentierte über Jahrzehnte mit verschiedensten drucktechnischen Verfahren wie Radierung, Lithographie, Aquatinta und Linolschnitt. Darin variierte er seine bevorzugten Motive, etwa Stierkampfszenen, Zirkusdarstellungen und Porträts. Zu sehen sind etwa 60 Blätter der 1920er bis 1960er Jahre.

Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4–5, Di.–So.11–18, Do. 11–21 Uhr

Frankfurt am Main

27. April bis 25. August:

Korea Power

Zu seiner Wiedereröffnung präsentiert das feine, von Richard Meier entworfene Museum zeitgenössisches koreanisches Produkt- und Grafikdesign. Nach dem Aufstieg Südkoreas zur wirtschaftlichen Großmacht rückten derzeit, so die Kuratoren, „die kulturellen Werte des alten Korea erneut ins Blickfeld“. Traditionelle Schönheit und Eleganz erfahren neue Wertschätzung. Diese „koreanische Identität“ will die Schau herausarbeiten.

Museum für Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Di. u. Do.–So. 10–17, Mi. 10–21 Uhr

Güstrow/Schwerin

Bis 25. August:

Malerei aus Dresden

Mit circa 40 Werken Dresdener Maler im wunderschönen Renaissanceschloss Güstrow (circa 50 Kilometer von Schwerin) setzt das Staatliche Museum Schwerin seine Ausstellungsreihe von während der DDR-Zeit entstandenen Gemälden aus dem umfassenden eigenen Bestand fort. Vorangegangen waren Ausstellungen zu Leipzig und Usedom; Rostock/Schwerin und Berlin sollen in den kommenden Jahren folgen. Die Dresdener Bilder beziehen ihren besonderen Reiz aus dem vitalen, sinnlichen Einsatz der Farbe.

Staatliches Museum Schwerin Schloss Güstrow, Franz-Parr-Platz 1, Di.–So. 11–16 Uhr

Karlsruhe

27. April bis 8. September:

Cross-border

18 Künstlerinnen aus dem arabischen Mittelmeerraum, die vielfach über längere Zeit im Ausland lebten, beschäftigen sich mit dem Thema Grenzen und deren Überwindung. Ihre Werke sollen einen differenzierten Blick auf die Region südlich des Mittelmeers ermöglichen, die seit dem „Arabischen Frühling“ revolutionären Veränderungen unterliegt.

ZKM – Museum für Neue Kunst, Lorenzstraße 19, Mi.–Fr. 10–18, Sa.–So. 11–18 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Ursachen neuropsychiatrischer Krankheiten

Foto: MPI Leipzig/Alfred Anwander
Foto: MPI Leipzig/Alfred Anwander

Es ist ebenso komplex wie faszinierend – das menschliche Gehirn. In sieben Kapiteln stellt die Max-Planck-Gesellschaft in ihrer Berliner Science Gallery den aktuellen Stand ihrer Hirn- und Kognitionsforschung vor. Ein Schwerpunkt der Schau gilt den Ursachen neuropsychiatrischer und neurodegenerativer Krankheiten – Voraussetzung für neue Medikamente und Therapien. Zum Verständnis des Zusammenspiels unterschiedlicher Hirnregionen tragen Bildgebungsverfahren wie die diffusionsgewichtete Magnetresonanztomographie bei. Sie erlaubt es, parallel verlaufende Nervenfaserbündel abzubilden, um daraus die Verbindungen im Gehirn in 3-D zu rekonstruieren. Das Foto zeigt einen Teil des Faserverlaufs zwischen Kleinhirn und Großhirnrinde. Die Farben entsprechen der Orientierung der Fasern, das anatomische MRT-Bild im Hintergrund veranschaulicht ihre Lage.

„Zukunft Gehirn“: Max Planck Science Gallery, Wissenschaftsforum, Markgrafenstraße 37, Berlin, Fr.–So. 12–18 Uhr, Mo.–Do. nur auf Anfrage für Gruppen geöffnet, Tel.: 030 49905630 (bis 5. September).

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