ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2013Berufsethos: GTE-Kurse bieten Zeit und Raum
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Der Kommentar kritisiert zu Recht die Defizite des Medizinstudiums bezüglich des Umgangs mit ethischen Konflikten, die aus der Kommerzialisierung der Krankenversorgung entstehen. Der Folgerung, dass Querschnittsfächer nicht geeignet seien, moralisches Urteilsvermögen entwickeln zu helfen, ist hingegen zu widersprechen.

So vermag etwa das Fach Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE) sehr wohl den unbewusst-informellen „Lernprozessen“, die Studenten in der klinischen Ausbildung erleben, ein Curriculum entgegenzusetzen, das die Bedeutung eines historisch und ethisch fundierten ärztlichen Berufsverständnisses betont. In GTE-Kursen findet sich Zeit und Raum für vertiefende Reflexionen über die Anfechtungen, denen das ärztliche Ethos durch politische oder ökonomische Interessen ausgesetzt war und ist. Hierbei noch stärker die §§ 1 und 2 der (Muster-)Berufsordnung heranzuziehen, ist eine gute Anregung.

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Dr. med. Florian Bruns, Institut für Geschichte
der Medizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin,
10117 Berlin

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