ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2013Internetportal Cureus: Den wissenschaftlichen Austausch fördern

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Internetportal Cureus: Den wissenschaftlichen Austausch fördern

Dtsch Arztebl 2013; 110(16): A-784 / B-684 / C-684

EB

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Die Betreiber der Internetplattform Cureus (www.cureus.com) wollen mit dem Portal die Praxis der wissenschaftlichen Publikation verbessern. „Ein neues Zeitalter expertengeprüfter wissenschaftlicher Magazine“ überschreibt Prof. John Adler, einer der Gründer des Portals, sein Editorial. Der Neurochirurg von der Stanford-Universität in Kalifornien geht dabei auch auf die Problematik der Begutachtung (peer-review) in Fachzeitschriften ein. „Wissenschaftliche Beiträge von Frauen oder Nichtakademikern werden seltener angenommen“, schreibt Adler. Zudem dauere es aufgrund dieser Methode oft sehr lange, bis eine neue wissenschaftliche Studie veröffentlicht werde.

Zeitnahe Publikation ist eines der Ziele der Wissenschaftsplattform Cureus.com. Foto: Fotolia/Sergey Nivens
Zeitnahe Publikation ist eines der Ziele der Wissenschaftsplattform Cureus.com. Foto: Fotolia/Sergey Nivens

Cureus.com hingegen soll als eine Möglichkeit etabliert werden, wissenschaftliche Publikationen zeitnah zu publizieren und darüber mit der Fachwelt zu diskutieren. Dies ist vor allem für Beiträge aus der Medizintechnik und dem Pharmabereich interessant, da in diesen Gebieten Geschwindigkeit ein Wettbewerbsfaktor ist. Auch das Ungleichgewicht zwischen europäischen und US-amerikanischen Beiträgen will man verringern.

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Eine wesentliche Hürde bei der Akzeptanz der Online-Plattform bei Forschern ist in der Regel der fehlende Impact-Faktor. Je höher ein Journal in seiner Bedeutung eingeschätzt wird, umso mehr Punkte bringen die darin publizierten Studien. Cureus arbeitet hier mit dem sogenannten SIQ-Wert (Scholarly Impact Quotient) als Qualitätsmerkmal. Der Wert ergibt sich daraus, wie viele bei der Plattform angemeldete Fachleute einen Artikel lesen und wie sie ihn bewerten. Bewertungen von Mitgliedern des Editorial Boards oder Gutachtern werden dabei höher eingestuft.

Junge Forscher können außerdem an einem Poster-Wettbewerb teilnehmen. „Der Poster-Wettbewerb ist für Nachwuchswissenschaftler eine Chance, ihre Arbeit international bekanntzumachen“, sagte Prof. Dr. med. Christiane Bruns von der Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Thoraxchirurgie am LMU-Klinikum München. Bruns ist Mitglied im Editorial Board der Plattform, an der sich mehr als 180 internationale Experten beteiligen. Anders als bei Kongressen bleiben die Poster dauerhaft verfügbar und können online diskutiert werden. EB

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