ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2013Ärztliche Gebührenordnung: Windhorst pocht auf Inflationsausgleich

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Ärztliche Gebührenordnung: Windhorst pocht auf Inflationsausgleich

Dtsch Arztebl 2013; 110(16): A-747 / B-655 / C-655

Flintrop, Jens

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Der Vorsitzende des GOÄ-Ausschusses der Bundes­ärzte­kammer hat die Bundesregierung abermals aufgefordert, per Übergangsregelung einen Inflationsausgleich in der Amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu schaffen, solange es nicht zu einer umfassenden Reform der Gebührentaxe kommt: „Der Aktualisierungsrückstand des GOÄ-Leistungsverzeichnisses hat historische Ausmaße erreicht“, sagte Dr. med. Theodor Windhorst beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden.

Seit der letzten Teilüberarbeitung der GOÄ im Januar 1996 seien die Verbraucherpreise in Deutschland nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes um etwa 30 Prozent gestiegen, der GOÄ-Punktwert habe sich hingegen nicht verändert. Seit der letzten Gesamtüberarbeitung der GOÄ im Januar 1983 seien die Verbraucherpreise um 71,6 Prozent gestiegen – der GOÄ-Punktwert nur um 14 Prozent.

„Bei anderen freien Berufen scheint die regelmäßige Anpassung an die wirtschaftliche Entwicklung einem gewissen Automatismus zu unterliegen, bei den Ärzten aber nicht“, kritisierte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt: „Eine solche Ungleichbehandlung seitens des Verordnungsgebers ist nicht nachvollziehbar und nicht in Ordnung.“ Der Punktwert in der Gebührenordnung der Tierärzte sei von August 1999 bis Juli 2008 um immerhin zwölf Prozent gestiegen, die Honorare der Architekten seit 1996 um fast 30 Prozent. Für die Rechtsanwaltsgebühren erwarte man demnächst eine Steigerung um zwölf Prozent gegenüber 2004. JF

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