ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2013Kurt-Alphons Jochheim †: Prägend für die medizinische Rehabilitation

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Kurt-Alphons Jochheim †: Prägend für die medizinische Rehabilitation

Dtsch Arztebl 2013; 110(16): A-785 / B-685 / C-685

Clade, Harald

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Kurt-Alphons Jochheim, Foto: Archiv
Kurt-Alphons Jochheim, Foto: Archiv

Wie kaum ein anderer Arzt und Wissenschaftler hat Prof. Dr. med. Kurt-Alphons Jochheim das in der Nachkriegszeit noch unterentwickelte Gebiet der Rehabilitationsmedizin geprägt und zu einem eigenständigen Fachgebiet etabliert.

Jochheim wurde am 20. Januar 1921 in Hamburg geboren. Er war Pflichtassistent an der Neurologischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Heidberg in Hamburg-Langenhorn. 1950 wechselte er an die Universitätsnervenklinik in Köln. Er habilitierte sich mit der Schrift „Grundlagen der Rehabilitation in der Bundesrepublik Deutschland“. 1964 wurde er außerplanmäßiger Professor und auf den Lehrstuhl für das Fach Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln berufen. Dort war er Vordenker und Gründungsvater der integrierten medizinisch-beruflich-sozialen Rehabilitation. Er gründete und leitete bis 1986 das Kölner Rehabilitationszentrum als eine selbstständige Abteilung der Fakultät. Das Zentrum war das erste derartige Hochschulinstitut in Deutschland.

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Seine Aktivitäten in Köln haben zur Gründung eines Instituts für Rehabilitations- und Behindertensport geführt. Ein besonderes Anliegen des charismatischen und begeisternden Hochschullehrers war es, seine Erkenntnisse an die jüngere Generation weiterzugeben. Ein Verdienst Jochheims ist die Einführung der Zusatzqualifikation „Rehabilitation“ durch den Deutschen Ärztetag 1992.

Für seine herausragenden Leistungen erhielt er unter anderem das Große Verdienstkreuz 1. Klasse und die Paracelsus-Medaille. Kurt-Alphons Jochheim starb am 30. März in Erftstadt bei Köln. Harald Clade

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michelvoss
am Dienstag, 2. Juli 2013, 20:43

Lebenslauf lückenhaft.

*1921, also Abitur 1940? Warum ist er danach nicht zum Militärdienst eingezogen worden? Um keinen falschen Verdacht aufkommen zu lassen, muß dieser Lebenslauf vervollständigt werden.

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