ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2013Neue Medien: Mit Patientendaten sensibel umgehen

BERUF

Neue Medien: Mit Patientendaten sensibel umgehen

Dtsch Arztebl 2013; 110(16): [67]

Hillienhof, Arne

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Zu einem vorsichtigen, aber aufgeschlossenen Umgang mit den neuen Medien hat die Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK) aufgerufen.

„Natürlich sollen Ärzte fit für das Internet sein, E-Mails mit Patienten austauschen, die Praxis-Website regelmäßig aktualisieren oder auch einen Praxis-Newsletter verschicken“, sagte BLÄK-Vizepräsident Dr. med. Wolfgang Rechl. Besonders wichtig sei die Möglichkeit, schnell, unkompliziert, aber sicher Informationen zwischen dem stationären und dem ambulanten Sektor auszutauschen. Hilfreich bei dieser Tätigkeit seien Anwendungen für die praxis- und sektorenübergreifende Arzt-Patienten-Kommunikation, unter anderem die Rezeptbestellung und Terminbuchung online, ein Recall-System, elektronische Krankenakten, die bedarfsgerechte Ressourcenplanung von Personal, Räumen und Geräten, ein papierloser Austausch von Befunden und Formularen, die digitale Archivierung von Daten, die Verlaufsdokumentation im Rahmen von Chronikerprogrammen sowie die Integration digitaler Bilder. Die Internetkompetenz auch des Praxisteams werde zu einer Schlüsselqualifikation im Praxisalltag, so Rechl.

Gleichzeitig warnte die BLÄK Ärzte davor, sorglos mit den Medien umzugehen. Ärzte sollten beispielsweise beim Abgleich des E-Mail-Adressbuchs mit ihrem Facebook-Account genau aufpassen: Dabei dürften keine Patientendaten offen werden. „Der Arzt ist verpflichtet, seine Patientendaten vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Dennoch ist eine Online-Kommunikation zwischen Arzt und Patient nach Paragraf sieben der Berufsordnung kein grundsätzliches Tabu“, sagte Dr. med. Max Kaplan, Präsident der BLÄK. Er rät, auf keinen Fall den Adressbuch- oder E-Mail-Abgleich zuzulassen, wenn sich auf dem Computer oder Smartphone nicht nur private Kontakte, sondern auch Patientendaten befänden. hil

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