ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2013Radikale vaginale Trachelektomie

MEDIZIN: Originalarbeit

Radikale vaginale Trachelektomie

Eine fertilitätserhaltende Operation für junge Frauen mit Zervixkarzinom im Frühstadium

Radical vaginal trachelectomy: a fertility preserving procedure in early cervical cancer in young women

Dtsch Arztebl Int 2013; 110(17): 289-95; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0289

Speiser, Dorothee; Köhler, Christhardt; Schneider, Achim; Mangler, Mandy

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Hintergrund: Die radikale vaginale Trachelektomie (RVT) ist eine fertilitätserhaltende Operationsmethode für junge Frauen mit Zervixfrühkarzinom, die Kinderwunsch haben. Da über 40 % aller Zervixkarzinome bei Frauen vor dem 44. Lebensjahr auftreten und das Alter der Erstgebärenden immer weiter zunimmt, gewinnt diese Operationsmethode immer größere Bedeutung.

Methoden: Präsentation der Daten der Autoren von über 300 Frauen, die mit RVT behandelt wurden sowie selektive Literaturrecherche via PubMed und Auswertung von Empfehlungen.

Ergebnisse: In der Literatur werden Daten von über 1 000 Frauen und fast 300 Schwangerschaften nach RVT beschrieben. Die 5-Jahres-Rezidivrate und 5-Jahres-Mortalitätsrate liegen bei 2–5 % respektive 3–6 %. Danach ist die RVT eine onkologisch sichere Methode für Patientinnen, die Kinderwunsch haben. Eine Tumorgröße von ≤ 2 cm im Durchmesser und histopathologisch tumorfreie Lymphknoten sind die wichtigsten Einschlusskriterien. Die laparoskopisch-vaginale Technik ist die optimale Operationsmethode für eine hohe Heilungsrate. Nur ein Drittel der Patientinnen haben zeitnah nach RVT Kinderwunsch. Die Schwangerschaftsraten entsprechen denen der Normalbevölkerung. 50 % der Kinder werden hauptsächlich aufgrund vorzeitigen Blasensprungs zu früh geboren. Schwangerschaften nach RVT werden daher als Risikoschwangerschaften eingestuft.

Schlussfolgerung: Bis zu 48 % aller Patientinnen mit Zervixfrühkarzinom erfüllen die Kriterien für eine RVT. Durch die RVT haben Frauen mit der Diagnose Zervixfrühkarzinom und Kinderwunsch eine onkologisch sichere Option auf Schwangerschaft. Schwangere nach RVT haben ein erhöhtes Risiko für Frühgeburt und müssen nach standardisierten Regeln betreut werden.

LNSLNS

Das Zervixkarzinom ist die zweithäufigste bösartige Erkrankung der Frau (1). Immer häufiger erkranken vor allem junge, kinderlose Frauen. In Deutschland wird pro Jahr bei 8,2 von 100 000 Frauen zwischen 20 und 40 Jahren ein Zervixkarzinom diagnostiziert (2).

Eine 2009 durchgeführte Erhebung ergab, dass 14,9 % der Betroffenen zwischen 20 und 34 Jahre und 26,2 % zwischen 35 und 44 Jahre alt sind (35). Gleichzeitig steigt das Alter der Erstgebärenden auch in Deutschland. Frauen zwischen 20 und 29 Jahren bekommen immer weniger Kinder, während Frauen ab 30 immer häufiger Mütter werden (6). Es ist deshalb wichtig, den vom Zervixkarzinom im Frühstadium (Tumordurchmesser ≤ 2 cm, FIGO-Stadium IA1 bis IB1, V0, pN0) betroffenen Frauen mit Kinderwunsch eine fertilitätserhaltende Therapieoption anzubieten. Während der Erhalt der Fertilität ein positives Element der Lebensqualität ist, bewirkt Infertilität im Rahmen der Krebsbehandlung das Gegenteil (710). Die Mehrzahl der Frauen mit Zervixfrühkarzinom wird operativ mit der Hysterektomie behandelt. Eine Schwangerschaft ist diesen Patientinnen dann nicht mehr möglich.

Eine Alternative dazu stellt die von Daniel Dargent etablierte radikale vaginale Gebärmutterhalsentfernung (radikale vaginale Trachelektomie [RVT]) kombiniert mit laparoskopischer Lymphknotenentfernung dar (11).

Bei der RVT werden zwei Drittel der Zervix mit einer schmalen Scheidenmanschette und ein Drittel bis die Hälfte des benachbarten Parametriums entfernt. Danach wird eine zervikale Cerclage gelegt (Grafik 1).

Topographische Anatomie der Ausdehnung der radikalen vaginalen Trachelektomie
Topographische Anatomie der Ausdehnung der radikalen vaginalen Trachelektomie
Grafik 1
Topographische Anatomie der Ausdehnung der radikalen vaginalen Trachelektomie

Im letzten Jahrzehnt zeigte sich, dass die RVT für Frauen mit Kinderwunsch eine onkologisch sichere Alternative zur radikalen Hysterektomie ist. Mehrere retrospektive Studien belegen (12, 13), dass die Daten zu Rezidiv- und Gesamtüberlebensrate nach RVT denen der radikalen Gebärmutterentfernung mindestens gleichwertig sind (1419). Die radikale Gebärmutterhalsentfernung als mögliche Therapieoption sollte mit den Patientinnen ausführlich diskutiert werden, wenn ein Erhalt der Fertilität gewünscht wird. Etwa 50 % aller Frauen im gebärfähigen Alter mit der Diagnose Zervixfrühkarzinom erfüllen die Kriterien für eine radikale vaginale Trachelektomie (20).

Methode

Die Ergebnisse der prospektiven Analyse von 300 Patientinnen, die von der Arbeitsgruppe der Autoren operiert wurden, fließen in diese Arbeit ein. Die Daten der Autoren erfassen einen Zeitraum von 17 Jahren in der Therapie und Nachbetreuung von Patientinnen mit radikalen Trachelektomien und schließen Analysen zur Sicherheit der Operationsmethode, zum onkologischen Ergebnis (rezidivfreies Überleben und Gesamtüberleben), zur Fertilität, Schwangerschaft und zum Gesundheitszustand des Kindes ein. Außerdem wurde eine selektive Literaturrecherche in Medline via PubMed durchgeführt und die aktuellen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie eingearbeitet.

Zusätzlich zu den Ergebnissen der Autoren gehen persönlich kommunizierte Empfehlungen sowie Diskussionsergebnisse der Task Force Fertility Preservation der European Society of Gynecologic Oncology (ESGO) in die Auswertungen ein.

Entwicklung der radikalen Trachelektomie

Bereits im Jahr 1973 wurden Operationen beschrieben, die denen der späteren radikalen Trachelektomie (RVT) ähnelten (21). Das erste systematische Operationskonzept einer radikalen vaginalen Trachelektomie entwickelte Daniel Dargent (11). Er publizierte 1994 seine Methode, Patientinnen mit frühen Zervixkarzinomen im FIGO-Stadium IA1 bis IIA mittels radikaler vaginaler Trachelektomie kombiniert mit laparoskopischer pelviner Lymphonodektomie zu behandeln. Seitdem unterliegen die Indikationen, die adjuvante und neoadjuvante Behandlung, die Auswahl der Patientinnen, das präoperative Staging, die chirurgische Technik und das postoperative Follow-up ständiger kritischer Evaluation und Verbesserung. Die meisten Daten zur RVT sind retrospektiv erhoben und in spezialisierten gynäko-onkologischen Zentren gesammelt worden. Die Qualität der Operation und die Erfahrung des Operateurs spielt dabei eine entscheidende Rolle für das onkologische Ergebnis und den Verlauf nachfolgender Schwangerschaften (14, 17, 21, 22). Es existieren keine randomisierten-kontrollierten Studien zur onkologischen Gleichwertigkeit der RVT im Vergleich zur radikalen Hysterektomie. Eine Teilnahme an einer derart konzipierten Studie ist für Frauen, deren Ziel der Fertilitätserhalt ist, nicht vorstellbar (16).

Aktuelle Indikationen und onkologische Sicherheit

In den aktuellen Leitlinien der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) wird die RVT als Behandlungsoption für Patientinnen mit plattenepithelialem Karzinom oder Adenokarzinom der Zervix im Stadium FIGO IA1 L1 V0, Stadium IA2 V0 oder Stadium IB1 V0 ≤ 2 cm und prospektivem Kinderwunsch erwähnt.

Neuroendokrine Zervixkarzinome sind häufiger mit Rezidiven, Fernmetastasen und niedriger 5-Jahres-Überlebensrate assoziiert und für die RVT daher nicht geeignet. Gleiches gilt für den histopathologisch gesicherten Tumoreinbruch in Blutgefäße. Außerdem ist eine Voraussetzung für die RVT der histopathologische Nachweis von tumorfreien pelvinen Lymphknoten (

Stadiengerechte Therapie des Zervixkarzinoms im Frühstadium
Stadiengerechte Therapie des Zervixkarzinoms im Frühstadium
Grafik 2
Stadiengerechte Therapie des Zervixkarzinoms im Frühstadium
Grafik 1). Eine genaue Beachtung dieser Einschlusskriterien ist entscheidend für die onkologische Sicherheit. In der Anfangsphase der Entwicklung der RVT dachte man, Tumore bis zum FIGO-Stadium IIA seien so zu therapieren. Schon bald stellte sich allerdings heraus, dass gerade der Tumordurchmesser von äußerster Wichtigkeit für die onkologische Sicherheit ist (15). Die Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass die onkologische Sicherheit der RVT bezüglich Rezidivhäufigkeit und Letalität einem radikalen Vorgehen mit radikaler Hysterektomie bei Patientinnen mit einem Tumordurchmesser von ≤ 2 cm und Bindegewebsinvasion von weniger als 10 mm ohne Lymphgefäßinvasion entspricht (Tabelle 1) (14, 17, 18, 2228). Die Rezidivraten reichen von 2–5 %, die Mortalitätsraten von 3–6 % und unterscheiden sich in den verschiedenen Kollektiven, wobei alle Daten retrospektiv erhoben wurden (14, 22). Im Gegensatz zu den Daten anderer Arbeitsgruppen wird die Kohorte der Frauen nach RVT von den Autoren prospektiv evaluiert. Adenokarzinome scheinen mit einer höheren Rezidivrate assoziiert zu sein, es zeigt sich jedoch bislang keine statistische Signifikanz dieser Beobachtung (13). Die rezidivfreie 5-Jahres-Überlebensrate für RVT liegt in dieser Studie bei 95 %, für die radikale Hysterektomie bei 100 % bei Zervixkarzinomen FIGO IB1.

Literaturübersicht zu den onkologischen Ergebnissen nach RVT
Literaturübersicht zu den onkologischen Ergebnissen nach RVT
Tabelle 1
Literaturübersicht zu den onkologischen Ergebnissen nach RVT

Die RVT kombiniert mit einer laparoskopischen pelvinen Lymphonodektomie mit weltweit mehr als 1 000 Eingriffen ist aktuell die Standardoperation unter den fertilitätserhaltenden Eingriffen bei Zervixkarzinomen (10). Ein wichtiger Faktor für das rezidivfreie Überleben der Patientinnen ist vor allem auch die Expertise des Operateurs. Die RVT sollte in einem auf diese Operation spezialisierten Zentrum erfolgen, um der Patientin peri- und postoperativ die bestmögliche Betreuung garantieren zu können (14). Ein Problem der existierenden Studien war vor allem das fehlende Follow-up bei den jungen, mobilen Patientinnen. In der Kohorte der Autoren von 225 Patientinnen nach RVT (Stand 03/2010) konnten die Autoren prospektiv von 212 Frauen (95 %) die onkologischen sowie die fertilitätsrelevanten Follow-up-Daten erhalten. Alle Patientinnen wurden standardisiert operiert (14, 17, 20, 22) und nachbetreut (22). Das Follow-up sieht in den ersten beiden Jahren nach der Operation eine Vorstellung alle drei Monate, in den darauf folgenden drei Jahren eine halbjährliche Untersuchung vor. Nach fünf Jahren wird eine jährliche Nachsorge empfohlen. Die Nachsorge erfolgte in der Regel durch die betreuenden Gynäkologen und in unserer Trachelektomie-Nachsorge-Sprechstunde entsprechend einem von uns entwickelten Nachsorgeprotokoll (Kolposkopie, HPV-Abstrich etc.).

Fertilität und Schwangerschaft

Bei der Erhebung der Fertilitäts- und Schwangerschaftsdaten zeigte sich, dass eine große Unsicherheit bezüglich Schwangerschaften nach Trachelektomie bei Patientinnen und den betreuenden Kolleginnen und Kollegen besteht.

Von den 212 von den Autoren behandelten Patientinnen strebten zum Zeitpunkt der Datenerhebung (0–5 Jahre nach der Operation) 76 Patientinnen eine Schwangerschaft an (35,8 %) (29). Der Großteil der Patientinnen plante demnach zunächst noch keine Schwangerschaft. Sowohl Kollegen als auch Patientinnen sind unsicher bezüglich der Schwangerschaftsprognose. Außerdem zeigt sich, dass der Kinderwunsch für die Patientinnen trotz der fertilitätserhaltenden Operationsmethode aufgrund der onkologischen Diagnose vorerst in den Hintergrund zu treten scheint.

Bei den von den Autoren betreuten Patientinnen führt die RVT nicht zu einer Verschlechterung der Fertilität: 50 von 76 Frauen, die schwanger werden wollten, wurden schwanger (65,8 %) (29). Die Schwangerschaftsrate aller Patientinnen nach RVT liegt bei 24 % und ist vergleichbar mit der Schwangerschaftsrate bei Rob et al. von 30 % (11). Entscheidend ist aber, wie viele Patientinnen schwanger werden möchten und erst diese Zahl zeigt die wahre Erfolgsrate nach Trachelektomie (30, 34). In der Normalbevölkerung tritt bei Kinderwunsch in 85,4 % eine Schwangerschaft im Laufe von zwölf Monaten ein (4).

Im Kollektiv der Autoren traten bei 50 Frauen im Beobachtungszeitraum insgesamt 60 Schwangerschaften auf und es wurden 45 lebensfähige Kinder geboren (29). Andere Autoren berichten ähnliche Raten (30, 31, 35) (Tabelle 2). Von den Frauen, die eine Schwangerschaft anstrebten, hatten lediglich die, die schon vor der Trachelektomie Fertilitätsprobleme und einen unerfüllten Kinderwunsch hatten, auch nach der Operation Probleme, schwanger zu werden. Mögliche operationsbedingte Veränderungen, die einen Einfluss auf die Fertilität haben könnten, sind vor allem eine geringere Menge an Zervikalschleim, Adhäsionen, verminderte Durchblutung von Uterus, Tuben und Ovarien oder Zervikalstenosen (3036). Die Fertilitätsminderung durch die Operation scheint jedoch gering.

Geburtshilfliche Ergebnisse nach radikaler vaginaler Trachelektomie (Zusammenfassung aller Studien)
Geburtshilfliche Ergebnisse nach radikaler vaginaler Trachelektomie (Zusammenfassung aller Studien)
Tabelle 2
Geburtshilfliche Ergebnisse nach radikaler vaginaler Trachelektomie (Zusammenfassung aller Studien)

Von den 60 Schwangerschaften in der Studie der Autoren endeten fünf als Aborte im ersten Trimenon, eine Frau hatte eine Extrauteringravidität. Die Rate der Fehlgeburten im ersten Trimenon nach RVT war niedriger als jene in der Normalbevölkerung (8,4 % versus 14–20 %). Im zweiten Schwangerschaftsdrittel kam es häufiger zu Fehlgeburten – drei Patientinnen erlitten einen Spätabort –, die Rate entspricht dennoch in etwa den Daten der Normalbevölkerung (5 % nach RVT versus 4 % in der Normalbevölkerung) (34). In der Gruppe von Shepherd et al. (37) lag die Rate der Frühaborte wesentlich höher (22/88). Auch die Anzahl der Spätaborte war deutlich erhöht (12/88) (Tabelle 2). Die Daten von Plante et al. (30, 31, 38) ähnelten denen der Autoren. Es gibt keine Hinweise darauf, dass hormonelle Maßnahmen zur Fertilitätssteigerung das onkologische Ergebnis nach RVT alterieren (39, 40). Zwei schwangere Patientinnen entschieden sich für eine Interruptio.

Die größte Herausforderung nach RVT ist nicht, eine Schwangerschaft zu erreichen, sondern der erhöhten Rate an Frühgeburten zu begegnen (2934).

Knapp 50 % der Patientinnen nach Trachelektomie erreichten die 37. SSW und konnten termingerecht entbunden werden (2932). Von den Lebendgeburten traten drei vor der 28. SSW auf, 15 Frauen gebaren ihre Kinder zwischen der 28. und 36. SSW (29). Die meisten Frühgeburten traten somit nach der 32. SSW auf. Lediglich 10 % der Kinder nach RVT kamen vor der 28. SSW zur Welt. Die Hauptursache der Frühgeburtlichkeit war das Auftreten eines vorzeitigen Blasensprungs bei Chorioamnionitis.

Die von den Autoren untersuchten Kinder hatten trotz der Frühgeburtlichkeit einen guten Gesundheitszustand und keine zusätzlichen Probleme wegen der RVT ihrer Mütter. Die postnatale Morbidität ist im Vergleich zur Kontrollgruppe sogar reduziert, was sich durch die intensive Betreuung in der Schwangerschaft erklären lässt (e1).

Empfehlungen in der Schwangerschaft

Um die Betreuung schwangerer Frauen nach radikaler Gebärmutterhalsentfernung zu standardisieren und zu vereinfachen, haben die Autoren eine 18 Punkte umfassende Empfehlung entwickelt, die den betreuenden Kollegen und vor allem den Patientinnen mehr Sicherheit geben sollen (Kasten 2). Diese Punkte gehen über die 2010 von Knight et al. anhand von drei Fallstudien dargestellten Empfehlungen hinaus (e2).

Empfehlungen zum Schwangerschafts-Management nach radikaler vaginaler Trachelektomie
Empfehlungen zum Schwangerschafts-Management nach radikaler vaginaler Trachelektomie
Kasten
Empfehlungen zum Schwangerschafts-Management nach radikaler vaginaler Trachelektomie

Alle Schwangerschaften nach RVT sind Risikoschwangerschaften. Schwangere nach einer Trachelektomie sollten einen Mindestabstand von drei Monaten zwischen OP und Schwangerschaft einhalten, damit die Wundheilung abgeschlossen ist. Obwohl die Inzidenz von Rezidiven in den ersten beiden Jahren nach OP erhöht ist, gibt es bislang keinen Hinweis darauf, dass eine eventuell auftretende Schwangerschaft einen prognostisch negativen Einfluss hat. Die Patientin muss bereits vom Operateur aufgeklärt werden, dass eine Geburt ausschließlich über eine elektive Sectio erfolgen kann. Diese sollte in einem perinatologischen Zentrum durchgeführt werden.

Eine Betreuung der Schwangerschaft sollte grundsätzlich analog der Mutterschaftsrichtlinien des Bundes­aus­schusses der Ärzte und Krankenkassen vorgenommen werden.

Es sollten keine Zahneingriffe in der Schwangerschaft erfolgen, um keine Bakteriämie zu provozieren. Aufgrund der mechanischen Manipulation und der Erhöhung der Rate an Harnwegsinfekten und vaginalen Infektionen ist dem Paar zwischen der 14. und 34. SSW von vaginalem Geschlechtsverkehr abzuraten.

Allen Patientinnen sollte eine begleitende psychoonkologische Betreuung angeboten werden.

Die Patientinnen sollten angeleitet werden, zweimal wöchentlich selbst den Scheiden-pH-Wert zu messen, um die Funktion der Scheidenflora als Keimbarriere zu testen. Der pH-Wert sollte zwischen 4 und 4,5 liegen.

Gynäkologische Untersuchungen sollten unter sterilen Bedingungen erfolgen. Bei Schwangeren nach RVT empfehlen wir wöchentliche Spekulumuntersuchungen und vaginalsonographische Restzervixmessungen. Mikrobiologische Abstriche auf bakterielle Erreger und Pilze und Nativabstriche sollten alle vier Wochen erfolgen. Bei pathologischen Ergebnissen empfiehlt sich die resistenzogrammgerechte systemische Therapie.

Von vaginalen digitalen Untersuchungen ist in jedem Fall abzusehen.

Die Indikation zum TMV (totalen Muttermundsverschluss) besteht ebenso wie bei anderen Schwangeren bei vorangegangenen Frühgeburten oder habitueller Abortneigung. Diesen Patientinnen sollte zudem eine abdominale Cerclage – außerhalb der Schwangerschaft per Laparoskopie, in der Schwangerschaft per Laparotomie (Pfannenstielschnitt) – angeboten werden. Dies erscheint sinnvoll obwohl alle Patientinnen im Rahmen der RVT bereits eine permanente Fadencerclage zur Unterstützung der Restzervix erhalten haben. Eine generelle Empfehlung zum TMV kann nicht durch valide Daten untermauert werden.

Wir empfehlen die Ausstellung eines Beschäftigungsverbotes ab der 12. SSW, ausgenommen bei stressfreier, reiner Schreibtischtätigkeit. Bis zur 20. SSW sollten sich die Patientinnen körperlich schonen (kein Sport, keine schweren Lasten > 2 kg, aber keine Bettruhe). Zwischen der 20. und 28. SSW sollte diese Schonung intensiviert werden. Patientinnen sollten bei vorzeitiger Wehentätigkeit, Zervixinsuffizienz, Blutung und erschwerten sozialen Bedingungen großzügig stationär eingewiesen werden.

Eine orale Progesteroneinnahme von 3 × 200 mg Progesteron zur Verhinderung eines Frühabortes ist zu bevorzugen. Die Gabe von Betamethason sollte bei zu erwartender Geburt zwischen der 23 + 6 und 34 + 0 SSW zur Unterstützung der Lungenreifung des Feten erfolgen. Die prophylaktische Gabe von Antibiotika hat sich lediglich bei vorzeitiger Wehentätigkeit und nachgewiesener Infektion als sinnvoll erwiesen, ein prophylaktischer Nutzen jenseits dieser Indikationen konnte bislang nicht gezeigt werden (e3).

Bei Patientinnen nach RVT sollten die Indikationen zu Chorionzottenbiopsie und Amniozentese unabhängig von der stattgefunden Zervixkarzinomerkrankung und Operation leitliniengerecht gestellt werden. Die Frage, ob Patientinnen nach RVT mit anschließend erfülltem Kinderwunsch die sekundäre Hysterektomie empfohlen werden soll, ist noch nicht abschließend geklärt.

Schlussfolgerung

Die radikale vaginale Trachelektomie hat sich seit ihrer Erstbeschreibung durch Daniel Dargent in den Händen eines geübten Operateurs zu einer onkologisch sicheren Operationsmethode für Frauen mit frühem Zervixkarzinom und Kinderwunsch entwickelt. Die Arbeitsgruppe der Autoren hat mehr als 300 Patientinnen nach dieser Methode operiert, das weltweite Gesamtkollektiv umfasst etwas mehr als 1 000 Patientinnen. Es entstanden 300 Schwangerschaften. Die meisten Kinder wurden nach der 37. SSW reif geboren. Trotzdem gibt es immer noch einen zu hohen Anteil an Frühgeburten nach Trachelektomie.

Es bestehen bei den Patientinnen und ihren betreuenden Ärztinnen und Ärzten Unsicherheiten wie die Schwangerschaften nach Trachelektomie verlaufen. Die Empfehlungen der Autoren sollen den Patientinnen nach Trachelektomie mit Kinderwunsch mehr Sicherheit geben und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft schaffen. Ziel der Empfehlungen ist es, die Rate der Frühgeburtlichkeit durch Standardisierung der Betreuung weiter senken zu können. Eventuell auftretende Probleme in der Schwangerschaft sollten genau protokolliert und untersucht werden, um weitere Unklarheiten bei Zustand nach Trachelektomie beseitigen zu können.

Interessenkonflikt
Prof. Schneider unterhält persönliche Beziehungen zur Firma Karl Storz.
Er erhielt Honorare für die Beratertätigkeit und Unterstützung für die Ausbildung von Fellows in gynäkologischer Onkologie von der Firma Karl Storz.
Von GSK, Merck und Sanofi Pasteur erhielt er Honorare für Berater- und Vortragstätigkeit.

Dr. Speiser, Prof. Köhler und Dr. Mangler erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 4. 9. 2012, revidierte Fassung angenommen: 23. 1. 2013

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Dorothee Speiser
Klinik für Gynäkologie und gynäkologische Onkologie mit
Interdisziplinärem Brustzentrum
Charité – Universitätsmedizin Berlin, Charité Campus Mitte
Charité Campus Benjamin Franklin
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
dorothee.speiser@charite.de

Zitierweise
Speiser D, Köhler C, Schneider A, Mangler M: Radical vaginal trachelectomy: a fertility preserving procedure in early cervical cancer in young women.
Dtsch Arztebl Int 2013; 110(17): 289–95. DOI: 10.3238/arztebl.2013.0289

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit1713

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Topographische Anatomie der Ausdehnung der radikalen vaginalen Trachelektomie
Topographische Anatomie der Ausdehnung der radikalen vaginalen Trachelektomie
Grafik 1
Topographische Anatomie der Ausdehnung der radikalen vaginalen Trachelektomie
Stadiengerechte Therapie des Zervixkarzinoms im Frühstadium
Stadiengerechte Therapie des Zervixkarzinoms im Frühstadium
Grafik 2
Stadiengerechte Therapie des Zervixkarzinoms im Frühstadium
Empfehlungen zum Schwangerschafts-Management nach radikaler vaginaler Trachelektomie
Empfehlungen zum Schwangerschafts-Management nach radikaler vaginaler Trachelektomie
Kasten
Empfehlungen zum Schwangerschafts-Management nach radikaler vaginaler Trachelektomie
Literaturübersicht zu den onkologischen Ergebnissen nach RVT
Literaturübersicht zu den onkologischen Ergebnissen nach RVT
Tabelle 1
Literaturübersicht zu den onkologischen Ergebnissen nach RVT
Geburtshilfliche Ergebnisse nach radikaler vaginaler Trachelektomie (Zusammenfassung aller Studien)
Geburtshilfliche Ergebnisse nach radikaler vaginaler Trachelektomie (Zusammenfassung aller Studien)
Tabelle 2
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