ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2013Honorararztwesen: Honorararztwesen forcieren
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Der Kollege Dr. Andres sieht im Honorararztwesen eine gefährliche Entwicklung. Ich begrüße diese Entwicklung sehr, würde sie gerne noch forciert sehen. Warum? Erst wenn es richtig kneift und eng wird in den Krankenhäusern, wird das große Nachdenken einsetzen. Viele Kollegen, die jetzt in dieser Position arbeiten, wurden auf dem Weg zum Facharzt von Chefärzten und Verwaltungshengsten verheizt, soll heißen, gnadenlos ausgebeutet . . .

Dieselben Chefärzte jammern jetzt, die Halbgötter in Grau (Verwaltung) kriegen angesichts der Kosten Bauchschmerzen. Gut so. Vielleicht setzt ja jetzt das Nachdenken ein. Die damaligen AiP sind heute Fachärzte und freuen sich, dass sie sich Jobs aussuchen können, die ihrer Lebensplanung nahekommen. Übrigens: Wenn ich mir als Honorararzt die Berichte der diensthabenden Kollegen am Morgen anhöre; 24 Stunden am Stück gearbeitet. Hundemüde, erschöpft, das circa sechs- bis achtmal im Monat. Nein, danke. Solange die Ärzte im Krankenhaus das mitmachen und somit die Strukturen festigen, gucken die Verwalter locker zu. Erst wenn OPs ausfallen, weil zum Beispiel keine Anästhesisten da sind, dann wachen die Verwalter auf; aber nicht, weil Patienten eingeschränkt versorgt werden, sondern weil es auch ihren Job kosten könnte.

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Dr. med. Michael Döscher, 27607 Langen

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