ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2013Interview: Masse statt Klasse
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Wie weltfremd muss man sein, wenn man meint, die leistungsbezogene Vergütung im Gesundheitswesen könne mit Verhandlungen und neuen Verordnungen das Wesen dieser Bezahlung verändern?! Leistungsbezogene Bezahlung heißt immer Masse statt Klasse!

Solange nach DRG in den Krankenhäusern und nach Punkten bei der ambulanten Versorgung bezahlt wird, ist das Streben nach Mehreinnahmen im System verankert! Andere Länder haben dies auch bereits erkannt, wie man hört.

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Man stelle sich vor, Lehrer würden ihr Gehalt durch Verteilung bestimmter Zensuren steigern können, Richter könnten durch bestimmte Rechtsprechung ihre Bezüge steigern . . . Absurde Vorstellung! Auch wenn die Feuerwehr nach der Zahl der Löscheinsätze bezahlt würde, darf man sicher sein, dass es viel häufiger brennen würde!

Nur in der Medizin treibt die leistungsbezogene Bezahlung wilde Blüten. Das ist auf Dauer für die Solidargemeinschaft der Versicherten nicht bezahlbar, und es ist für die Patienten gefährlich, mitunter lebensgefährlich.

Im Gesundheitswesen muss das Notwendige getan werden und bezahlt werden, Gewinne wie sie zum Beispiel von privaten Krankenhausbetreibern gemacht werden, gehören wieder in den großen Topf der Solidargemeinschaft!

Ich bezweifle allerdings, dass dies in die Ideologie eines FDP-Ministers passt, auch wenn es ganz logisch ist.

Dr. Christoph Klumpp, 16341 Panketal

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