ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2013Malignes Pleuramesotheliom

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Malignes Pleuramesotheliom

Inzidenz, Ätiologie, Diagnostik, Therapie und Arbeitsmedizin

Malignant pleural mesothelioma—incidence, etiology, diagnosis, treatment and occupational health

Dtsch Arztebl Int 2013; 110(18): 319-26; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0319

Neumann, Volker; Löseke, Stefan; Nowak, Dennis; Herth, Felix J. F.; Tannapfel, Andrea

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Hintergrund: Die Inzidenz des malignen Mesothelioms liegt in Deutschland bei etwa 20 Erkrankungen pro einer Million Einwohner. Die Assoziation zwischen einer meist beruflichen Asbestexposition und der Entwicklung von Mesotheliomen ist eindeutig belegt. Trotz langjährigem Asbestverarbeitungsverbot steigt aufgrund der langen Latenzzeit (Mittelwert 50 Jahre) die Anzahl der Erkrankungsfälle mit Mesotheliom stetig an. Somit stellen die Diagnostik und Therapie des malignen Mesothelioms aktuell und auch künftig eine Herausforderung im klinischen und ambulanten Alltag dar.

Methode: Die vorliegende Arbeit basiert auf einer selektiven Literaturübersicht unter Einbeziehung des Datenbestands des Deutschen Mesotheliomregisters.

Ergebnisse: Die Anzahl an Sterbefällen, die durch ein Mesotheliom verursacht wurden, betrug im Jahr 2010 in Deutschland 1 397. Die Zahl der Erkrankungen erreicht voraussichtlich zwischen 2015 und 2030 ein Plateau. Die Mehrheit der Mesotheliome manifestiert sich in der Pleura. Der histologische Subtyp und der Karnofsky-Index stellen die relevanten Prognosefaktoren dar. Es liegen nur limitierte Daten zur besten Kombination der Behandlungsmöglichkeiten (Chemotherapie, Operation, Radiatio) vor. Die Prognose mit mittleren Überlebenszeiten von 12 Monaten ist weiterhin ungünstig. Somit sind die Symptomkontrolle und die Wahrung der Lebensqualität wesentliche Aspekte der Nachsorge.

Schlussfolgerung: Prognostisch ist mittelfristig nicht zu erwarten, dass die Anzahl der Erkrankungsfälle mit Mesotheliom sinkt. Als Therapieformen stehen, neben der chirurgischen Intervention, die Chemotherapie und Bestrahlung zur Verfügung. Multimodale Ansätze werden vermehrt bei der Behandlung von Mesotheliomen in Schwerpunktkliniken eingesetzt.

LNSLNS

Beim malignen diffusen Mesotheliom handelt es sich um einen Tumor, der von den mesothelialen beziehungsweise submesothelialen Zellen der Pleura, des Peritoneums oder des Perikards ausgeht. Der überwiegende Anteil (> 80 %) der Mesotheliome hat seinen Ursprung in der Pleura (1). In mehr als 80 % der Fälle sind Männer von Pleuramesotheliomen betroffen (1, 2). Im Vergleich zu Lungenkarzinomen sind maligne Mesotheliome bei einer Mortalitätsrate von 1 397 Verstorbenen im Jahr 2010 vergleichsweise selten. Mesotheliome gelten unter den als Berufskrankheit anerkannten bösartigen Tumorerkrankungen als Signaltumoren einer beruflich bedingten Asbestbelastung (Grafik). Erst nach dem Zeitraum 2015 bis 2030 wird perspektivisch mit einem Rückgang der aktuell relativ konstanten Erkrankungszahlen gerechnet. Aktuell und künftig stellt die Mesotheliomerkrankung eine diagnostische und therapeutische Herausforderung im klinischen und ambulanten Alltag dar.

Neu als Berufskrankheit nach Nr. 4105 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) anerkannte Mesotheliome in Deutschland
Neu als Berufskrankheit nach Nr. 4105 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) anerkannte Mesotheliome in Deutschland
Grafik
Neu als Berufskrankheit nach Nr. 4105 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) anerkannte Mesotheliome in Deutschland

Methode

Die Literaturrecherche zu diesem Artikel erfolgte Medline-basiert unter Verwendung von Suchbegriffen, die bei der Erstellung der S2-Leitlinie (3) der European Respiratory Society und European Society of Thoracic Surgeons angewendet wurden. Ergänzende quantitative Daten zur Berufskrankheit nach Nr. 4105 wurden anhand der Datenbank des Deutschen Mesotheliomregisters generiert.

Assoziation von Mesotheliom und Asbest

Die wegbereitende Studie aus dem Jahr 1960 über die Korrelation zwischen Mesotheliomerkrankungen und Krokydolith-Asbest (4) führte 1965 zur Prägung des Begriffs „asbestbedingter Signaltumor“ (5). Bis zu 90 % der Mesotheliomerkrankungen können auf eine Asbestexposition zurückgeführt werden und es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Höhe des Asbestverbrauchs eines Landes und der Häufigkeit von Mesotheliomerkrankungen (6) (eKasten). Offizielle Angaben, wie viele Arbeiter in Deutschland beruflich gegenüber Asbest exponiert waren, fehlen. Schätzungen für Deutschland zufolge liegen die Werte zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Arbeitnehmern seit dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 2011 waren 561 277 Personen, die beruflich mit asbesthaltigen Materialien umgehen, bei der Gesundheitsvorsorge (GVS) der gesetzlichen Unfallversicherung erfasst. Der Anteil von Personen mit Mesotheliomerkrankungen an dieser Gruppe lässt sich anhand dieser Daten nicht valide ableiten.

Asbestverbrauch in Deutschland
Asbestverbrauch in Deutschland
eKasten
Asbestverbrauch in Deutschland

Neben einer beruflichen Asbestexposition kommen auch Expositionen durch folgende Umstände in Betracht (7):

  • private Aktivitäten
  • räumliche Nähe zu asbestverarbeitenden Fabriken
  • Aufenthalt in Gegenden mit natürlichem Asbestvorkommen
  • unsachgemäße Sanierung von asbesthaltigen Bauteilen in Altbauten.

Inzidenz und Latenzzeiten

Während in der Normalbevölkerung 1 bis 2 Fälle pro 1 000 000 Einwohner beschrieben werden (6), kommt es nach einer beruflichen Asbestexposition zu einem Erkrankungsanstieg um den Faktor > 40 (1). Obwohl die Verwendung von Asbest in zahlreichen Industriestaaten verboten wurde, wird eine Zunahme der jährlichen Erkrankungszahlen erwartet. Die Inzidenz ist altersabhängig (verzehnfacht bei einem Erkrankungsalter > 60 gegenüber < 40 Jahre) und steigt auch Jahrzehnte nach Expositionsende weiter an (6). Es zeichnet sich ein Anstieg (Tabelle 1) der Erkrankungszahlen in Europa, Japan und Australien ab und ein Rückgang in den Vereinigten Staaten (1). Die Ursachen für diese unterschiedlichen Entwicklungen sind unklar. Während zunächst eine mittlere Latenzzeit von 30 Jahren veranschlagt wurde, liegen die aktuellen Latenzzeiten bei einem Mittelwert von 50 Jahren (1, 8).

Inzidenzen und Häufigkeitsgipfel (Peak) der Mesotheliomerkrankungen weltweit
Inzidenzen und Häufigkeitsgipfel (Peak) der Mesotheliomerkrankungen weltweit
Tabelle 1
Inzidenzen und Häufigkeitsgipfel (Peak) der Mesotheliomerkrankungen weltweit

Diagnostik und klinische Symptome

Die klinischen Symptome sind in der Regel uncharakteristisch. Aufgrund des heterogenen Bildes kann bis zu einem halben Jahr zwischen den ersten klinischen Symptomen und einer abschließenden Diagnose liegen (9).

Häufig (90 %) tritt bei Patienten mit einem Pleuramesotheliom als erstes Symptom eine Dyspnoe auf (3). Eine Schmerzsymptomatik bei einem Pleuramesotheliom kann durch die Irritation von Interkostalnerven oder durch eine Infiltration der Brustwand entstehen. Selten kommen Symptome wie Zwerchfellhochstand, Reizhusten, paraneoplastische Symptome oder ein Spontanpneumothorax vor (10). Symptomatische Metastasen sind unüblich.

Bei Patienten mit einseitigen Pleuraergüssen oder Pleuraverdickungen – insbesondere wenn Thoraxschmerzen vorliegen – muss eine Mesotheliomerkrankung in Betracht gezogen werden (11). Differenzialdiagnostisch sollten entzündlich-infektiös bedingte Pleuraergüsse (zum Beispiel Tuberkulose, Pneumonien, Thoraxtraumata) oder eine Stauungsgenese ausgeschlossen werden.

Bei Verdacht auf ein Mesotheliom sollten eine ausführliche Erhebung der Berufsanamnese und die Überweisung an ein erfahrenes Lungenzentrum erfolgen. Initial sind bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) als nichtinvasive Verfahren dazu geeignet, die Verdachtsdiagnose zu erhärten und eine Beurteilung der Tumorausdehnung zu ermöglichen. Eine abschließende Sicherung ist letztlich nur durch eine histologisch-pathologische Untersuchung von Tumorgewebe möglich.

Bildgebende Verfahren

Der transthorakale Ultraschall erlaubt bei einem Pleuraerguss die Beurteilung der Pleura und gilt insbesondere zur visuellen Kontrolle der Punktion als Goldstandard (12).

Die CT-Untersuchung stellt den Goldstandard für die Beurteilung der Tumorausdehnung und den Nachweis von Lymphknotenmetastasen dar (11).

Die MRT-Untersuchung ist bei der Fragestellung überlegen, ob eine Invasion des Zwerchfells oder der Brustwand vorliegt.

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) wird zunehmend eingesetzt und weist als Vorzug die verbesserte Diagnosemöglichkeit von Fernmetastasen auf (11).

Pleurapunktion und zytologische Diagnostik

Je nach Mesotheliomsubtyp werden bei mehr als 50 % der pleuralen Mesotheliomerkrankungen Tumorzellen in den Pleuraerguss abgeben. Da zytologische Merkmale sowohl bei reaktivem als auch malignem Geschehen auftreten, schließt eine negative Zytologie ein Mesotheliom nicht aus (13). Die Leitlinien (3, 13) weisen auf die eingeschränkte Sensitivität der rein zytologischen Diagnostik hin.

Perkutane Nadelbiopsie und radiologisch-gesteuerte perkutane Pleurabiopsie

Die Sensitivität der perkutanen Nadelbiopsie ohne bildgebende Unterstützung liegt in Studien bei 7–47 % (Spezifität 100 %) (14). Da maligne und benigne pleurale Veränderungen nicht gleichmäßig pleural verteilt sind, werden für die Gewinnung von Biopsien Ultraschall- und CT-gesteuerte Techniken mit Sensitivitäten von 77–87 % (Spezifität 100 %) eingesetzt (15).

Thorakoskopie und Thorakotomie

Leitlinien (3) empfehlen eine Thorakoskopie (VATS = Video Assisted Thoracoscopic Surgery) für die Diagnostik bei Pleuraergüssen unklarer Genese. Mittels VATS (Sensitivität 95–98 %; Spezifität 100 %) ist eine Probenentnahme unter visueller Kontrolle möglich und es kann gleichzeitig eine Pleurodese durchgeführt werden (14). Durch den Einsatz der VATS ist eine genaue Darstellung des Situs möglich, wodurch eine bessere Beurteilung der Operabilität des Tumors erzielt werden kann (16).

Pathologisch-anatomische Diagnostik

Die Mesotheliomdiagnostik stellt durch die Variabilität des histologischen Erscheinungsbildes eine Herausforderung dar. Die Diagnose sollte durch einen spezialisierten Lungenpathologen (gegebenenfalls ein Referenzzentrum) erfolgen. Sie erfordert eine enge Kooperation zwischen Chirurgen und Pathologen (3, 13, 17).

Anhand der histomorphologisch führenden Wachstumsmuster werden epitheloide, biphasische und sarkomatoide Mesotheliomsubtypen unterschieden. Immunhistochemische Zusatzuntersuchungen sind obligatorisch (13, 17). Einen einzelnen spezifischen Marker für Mesotheliome gibt es nicht, deshalb werden je nach differenzialdiagnostischer Fragestellung unterschiedliche Markerkombinationen eingesetzt (13, 17).

Staging

In der Röntgenthoraxübersicht wird meist ein einseitiger Pleuraerguss sichtbar (11). Zur Bewertung der Tumorausdehnung und eines möglichen Lymphknotenbefalls ist ein Thorax-CT der Goldstandard.

MRT oder Mediastinoskopie können zur Bewertung einer Infiltration der Brustwand und der Mediastinalorgane (mediastinale Lymphknoten) notwendig sein (11). Eine ergänzende Abdominalsonographie, Knochenszintigraphie und gegebenenfalls ein MRT (Neurokranium) kann zum Ausschluss von Fernmetastasen indiziert sein (11). Eine Einstufung nach der Tumor-Node-Metastasis(TNM)-Klassifikation der Union internationale contre le cancer (UICC) (18) wird von der Europäischen Pneumologischen Gesellschaft empfohlen (3). Die Stadieneinteilung ergibt sich aus der Zusammenfassung der pathologisch-anatomischen und intraoperativen Befunde und den klinischen Staging-Untersuchungen.

Überlebenszeit und Prognosefaktoren

Die Prognose für Patienten mit malignen Pleuramesotheliomen ist ungünstig. Es werden mediane Überlebenszeiten von 4 bis 12 Monaten beschrieben (3). Nur 12 % der Patienten mit negativen Prognosefaktoren überleben das erste Jahr.

Wesentliche Prognosefaktoren sind Alter, Geschlecht, Tumorsubtyp und Tumorstadium. Der epitheloide Tumorsubtyp ist mit einer günstigeren Prognose verknüpft. Nachrangige Faktoren für eine günstige Prognose sind ein jüngeres Erkrankungsalter (< 75) und das weibliche Geschlecht.

Als weiterer klinisch relevanter Prognosefaktor (3) ist die prozentuale Einstufung der symptombezogenen Einschränkung der Aktivität, der Selbstversorgung und Selbstbestimmung bei Patienten mit bösartigen Tumoren anhand des Karnofsky-Index von Bedeutung.

Weitere zusätzliche Prognosefaktoren (niedriger Hämoglobingehalt, hoher LDH-Spiegel oder ein hoher Leukozyten- und Thrombozytengehalt) haben ihren Stellenwert lediglich im Rahmen von klinischen Studien. Potenzielle Blutserummarker wie zum Beispiel lösliches Mesothelin oder Osteopontin werden zurzeit klinisch erforscht, lassen aber bislang keine validen Rückschlüsse auf die Prognose zu (3).

Therapie

Da Mesotheliome eine seltene Tumorerkrankung darstellen, ist ihre Behandlung in spezialisierten Zentren, die Vorreiter für neue kurative, palliative oder schmerztherapeutische Therapieansätze sind, besonders bedeutsam. Solche Schwerpunktkliniken sollten über eine enge interdisziplinäre Kooperation von Onkologie, Radiologie und Chirurgie verfügen, die durch regelmäßige Besprechungen der Spezialisten gekennzeichnet ist. Die Teilnahme an klinischen Studien und die Kooperation mit klinischen Registern sind ebenfalls charakteristisch.

Die angestrebten Therapieziele – wie eine lebensverlängernde Wirkung und die Verbesserung der Lebensqualität – sind bei Mesotheliomerkrankungen bislang nur in Ansätzen erreicht. Eine kurative Behandlung ist derzeit nicht verfügbar.

Die Ausgangssituation bei einem palliativen Therapieschema umfasst folgende Kriterien:

  • reduzierter Allgemein- und Ernährungszustand
  • alle Stadien des biphasischen und sarkomatoiden Mesothelioms
  • Stadien 3 und 4 beim epitheloiden Mesotheliom
  • N2-Stadium und/oder M1-Situation.

Für die palliative Therapie kann eine Thorakoskopie mit Pleurodese zur Kontrolle symptomatischer Pleuraergüsse und zur Schmerzreduktion eingesetzt werden. Rezidivierende Pleuraergüsse lassen sich mittels Talkumpleurodese mit einer Effektivität von 93 % (19) therapieren.

Multimodale Strategien, die einen putativ kurativen Therapieansatz verfolgen, sind derzeit gebräuchlich. Allerdings gibt es nur wenige Daten, die aufzeigen können, welche Kombination für welche Patienten effektiv wirksam ist (3).

Die Ausgangssituation bei einem putativ kurativen Ansatz umfasst folgende Kriterien:

  • Patienten < 70 Jahre
  • keine wesentlichen kardiopulmonalen Einschränkungen
  • keine relevanten Komorbiditäten
  • epitheloides Mesotheliom (Stadium 1 oder 2)
  • N0-Situation (Mediastinoskopie).

Im Folgenden beschränkt sich die Darstellung auf langjährig erprobte und belastbare Therapiemodalitäten, für die Studien vorliegen, die das notwendige Evidenzniveau erreichen, um im Rahmen einer Leitlinien-konformen Bewertung berücksichtigt zu werden (Tabelle 2). Wenig erprobte, experimentelle Ansätze können aufgrund der Platzrestriktion hier nicht zusätzlich diskutiert werden.

Studienübersicht über verschiedene Therapieformen zur Behandlung des malignen Pleuramesothelioms
Studienübersicht über verschiedene Therapieformen zur Behandlung des malignen Pleuramesothelioms
Tabelle 2
Studienübersicht über verschiedene Therapieformen zur Behandlung des malignen Pleuramesothelioms

Chirurgische Intervention

Bei einem chirurgischen Eingriff wird die vollständige makroskopische Tumorentfernung angestrebt. Bei dem diffusen Wachstum der Mesotheliome ist eine komplette Entfernung des Tumors in der Regel nicht möglich. Es verbleiben residuale, oft nur mikroskopisch nachweisbare Tumoranteile. Eine adjuvante Therapie (Chemotherapie) hat das Ziel, alle residualen Tumoranteile zu eliminieren (20).

Pleurektomie/Dekortikation

Die Pleurektomie/Dekortikation mit der En-bloc-Resektion der Pleura parietalis und viszeralis ist eine effektive Methode zur Verhinderung von Pleuraergüssen (20). Diese Intervention ist zur Symptomkontrolle für Patienten geeignet, die nicht von einer Pleurodese profitieren. Dies ist insbesondere der Fall bei Patienten mit einer eingeschränkt entfaltbaren Lunge („gefesselte Lunge“), die sich durch fibröse Restriktionen (zum Beispiel durch Malignitäten oder entzündliche Bedingungen) der Pleura visceralis und gegebenenfalls deren Adhäsion zum Brustfell ergibt. Diese Zytoreduktion zeichnet sich durch eine geringere Mortalität (1,5–5 %) und schnellere Erholungszeit gegenüber der extrapleuralen Pleuropneumektomie aus. Es besteht ein erhöhtes Risiko für lokale Rezidive (Morbiditätsrate 2,5–5,9 %) und es wird ein Effekt auf das mediane Überleben (10–17 Monate) ohne signifikanten Effekt auf das Langzeitüberleben beobachtet (21).

Extrapleurale Pleuropneumektomie

Die Pleurektomie und Pneumektomie – einschließlich Resektion von Perikard und Diaphragma (EPP) – sollte nur in hoch spezialisierten Zentren im Kontext von klinischen Studien als Teil einer multimodalen Therapie durchgeführt werden. In erfahrenen Zentren kann die Mortalität bei diesem umfangreichen Eingriff auf 3,4 bis 10 % begrenzt werden. Die Morbiditätsrate liegt bei bis zu 50 % und wegen Komplikationen wird häufig ein Zweiteingriff notwendig (20). Auch im Kontext einer multimodalen Therapie führt die EPP nicht zu einem Vorteil in Bezug auf die Überlebensraten (22). Die Zahlen für das Auftreten von Lokalrezidiven nach einer EPP variieren deutlich (0 bis 37 %) (3, 23, 24).

Chemotherapie

Eine wegweisende Veröffentlichung aus dem Jahr 1999 (25) und Folgestudien (26, 27) zeigten die Möglichkeit einer wirksamen Chemotherapie (Cisplatin/Pemetrexed) auf. Studien mit randomisiertem Ansatz sind bei geringen Fallzahlen nicht häufig durchführbar. Eine randomisierte Studie (Chemotherapie versus Placebogabe) ergab keinen signifikanten Effekt auf die Überlebenszeiten (28). Randomisierte Studien zum Einsatz der Chemotherapie als Zweitlinientherapie liegen nicht vor. Vorliegende Untersuchungen deuten an, dass eine Zweitlinientherapie, verglichen mit einer rein symptomatischen Therapie, zu einer Überlebenszeitverlängerung führen kann (29). Die Entscheidung zur Chemotherapie sollte vor dem Hintergrund einer limitierten Effizienz jeweils im Einzelfall mit dem Patienten und dessen Angehörigen entschieden werden. In jedem Fall sollte ein Karnofsky-Index von > 60 % gegeben sein. Palliativ kann eine Chemotherapie bei rascher Tumorprogression oder stark beeinträchtigender Symptomatik indiziert sein (30).

Strahlentherapie

Eine Radiatio wird bei Mesotheliompatienten prophylaktisch im Bereich von Stichkanälen und nach chirurgischen Interventionen zur Verhinderung von Lokalrezidiven und zur palliativen Schmerzkontrolle eingesetzt. Eine radikale Bestrahlung des Gesamttumors ist bei der komplexen Tumorausbreitung und der daraus resultierenden Dosisbelastung aufgrund der kollateralen Schäden an Lungen und Herz derzeit nicht realisierbar (24).

Gemäß der Leitlinien (3) wird eine prophylaktische Radiatio nach einer Dekortikation/Pleurektomie nicht empfohlen und auf den Einsatz im Rahmen von klinischen Studien nach einer EPP hingewiesen. Die Bestrahlung zur Schmerzkontrolle sollte bei Patienten mit Thoraxschmerzen und Infiltration der Brustwand erörtert werden (3).

Multimodale Konzepte

Bei den multimodalen Therapiekonzepten werden chirurgische Eingriffe mit einer Chemotherapie und gegebenenfalls Radiatio kombiniert. Durch die Kombination einer neoadjuvanten Chemotherapie mit einer Pleuropneumektomie und anschließender Radiatio konnten in Relation zu nichtmultimodalen Therapiekonzepten im Mittel verbesserte 3-Jahres-Überlebensraten (76 %) (31) und verlängerte mediane Überlebenszeiten (22 Monate, Stadium I) erreicht werden (32).

Die Kombination einer zytoreduktiven Pleurektomie mit einer intraoperativen hyperthermen Chemotherapie, bei der die Temperatur auf 42 °C erhöht und somit eine verstärkte Penetration und Wirkung der Chemotherapeutika erzielt werden, wird derzeit als multimodaler Ansatz in Kliniken geprüft.

Screening-Verfahren

Versuche Mesotheliomerkrankungen in frühen Erkrankungsstadien durch Serummarker (33), hochauflösende CT-Aufnahmen (HRCT) oder PET zu erfassen, haben leider bislang keinen Durchbruch erzielt (34, 35). Auch von der Pleurasonographie sind bei einer im Vergleich zum CT geringeren Sensitivität keine entscheidenden Fortschritte für die Früherkennung zu erwarten (11, 36). In der Zusammenschau von Prävalenz, Prognose und Behandlungsmöglichkeiten von Mesotheliomerkrankungen mit der Leistungsfähigkeit potenzieller Screeningmethoden steht auch bei engmaschigen Kontrolluntersuchungen noch kein valides Verfahren zur Frühdiagnose von Mesotheliomerkrankungen zur Verfügung (3).

Eine weiterführende Darstellung relevanter Aspekte der Diagnostik, Therapie und der versicherungsmedizinischen Bewertung von Mesotheliomerkrankungen ist den internationalen Leitlinien der ERS/EST Task Force (3), der Mesothelioma Interest Group (37) sowie der Falkensteiner Empfehlung der DGUV (38) und der AWMF-S2-Leitlinie zu entnehmen (39).

Arbeitsmedizinische Aspekte

Bei Diagnose einer malignen Mesotheliomerkrankung liegt immer der Verdacht auf eine Berufskrankheit vor und es besteht nach § 202 SGB VII eine Verpflichtung zur Anzeige des Verdachts einer Berufskrankheit, auch wenn sich der Patient nicht an eine berufliche Asbestexposition erinnert. Bei Latenzzeiten von teilweise über 60 Jahren sind qualifizierte Erhebungen zur Arbeitsanamnese durch versierte Sachverständige notwendig. Zu beachten ist, dass Mesotheliome auch durch eine kurzfristige und geringe Exposition ausgelöst werden können (40, e1) (eKasten).

Die Arbeitsanamnese ist bei älteren und oft multimorbiden Patienten vielfach erschwert und kann durch einen Katalog mit Fotos ehemalig Asbest-belasteter Arbeitsplätze unterstützt werden (Fragebogen des Tumorzentrums München [e2]).

Durch die weitere kommerzielle Verwendung von Asbest wird die Anzahl an Mesotheliomerkrankungen in den Schwellenländern in Asien weiter zunehmen. Ein weltweites Asbestverbot (e3) ist zu fordern, um den weiteren Anstieg der Zahl der Opfer zu verhindern.

Asbestfördernde Länder und deren Abnehmer müssen durch internationalen Druck zur Aufgabe des Asbesteinsatzes gedrängt werden. Lobbyisten der Chrysotilindustrie, die eine Kanzerogenität von Chrysotil – insbesondere beim Lungenkarzinom – in Frage stellen, muss in der wissenschaftlichen Diskussion widersprochen werden (e4).

Interessenkonflikt Formblatt

Dipl.-Biol. Neumann, Dr. Löseke, Prof. Nowak und Prof. Tannapfel erhielten Honorare für Gutachtertätigkeit zur pathologisch-anatomischen Diagnostik und Zusammenhangsbeurteilung von Mesotheliomerkrankungen für Unfallversicherungsträger.

Prof. Herth erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 19. 11. 2012, revidierte Fassung angenommen: 21. 2. 2013

Anschrift für die Verfasser
Dipl.-Biol. Volker Neumann
Deutsches Mesotheliomregister am Institut für Pathologie
der Ruhr-Universität Bochum am Berufsgenossenschaftlichen
Universitätsklinikum Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Volker.Neumann@ruhr-uni-bochum.de

Zitierweise
Neumann V, Löseke S, Nowak D, Herth FJF, Tannapfel A: Malignant pleural mesothelioma—incidence, etiology, diagnosis, treatment and occupational health. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(18): 319–26.
DOI: 10.3238/arztebl.2013.0319

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit1813

eKasten unter:
www.aerzteblatt.de/13m0319

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Pneumologie und Beatmungsmedizin – Thoraxklinik am Universitätsklinikum, Heidelberg: Prof. Dr. med. Herth
Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil: Prof. Dr. med. Tannapfel
Neu als Berufskrankheit nach Nr. 4105 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) anerkannte Mesotheliome in Deutschland
Neu als Berufskrankheit nach Nr. 4105 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) anerkannte Mesotheliome in Deutschland
Grafik
Neu als Berufskrankheit nach Nr. 4105 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) anerkannte Mesotheliome in Deutschland
Inzidenzen und Häufigkeitsgipfel (Peak) der Mesotheliomerkrankungen weltweit
Inzidenzen und Häufigkeitsgipfel (Peak) der Mesotheliomerkrankungen weltweit
Tabelle 1
Inzidenzen und Häufigkeitsgipfel (Peak) der Mesotheliomerkrankungen weltweit
Studienübersicht über verschiedene Therapieformen zur Behandlung des malignen Pleuramesothelioms
Studienübersicht über verschiedene Therapieformen zur Behandlung des malignen Pleuramesothelioms
Tabelle 2
Studienübersicht über verschiedene Therapieformen zur Behandlung des malignen Pleuramesothelioms
Asbestverbrauch in Deutschland
Asbestverbrauch in Deutschland
eKasten
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  • Chirurgische Therapieoptionen
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(39): 660; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0660a
    Bölükbas, Servet
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(39): 660; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0660b
    Neumann, Volker; Löseke, Stefan; Tannapfel, Andrea; Nowak, Dennis; Herth, Felix J. F.

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