ArchivDeutsches Ärzteblatt3/1996UNICEF: Selektive Abtreibungen in Indien

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UNICEF: Selektive Abtreibungen in Indien

afp

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LNSLNSLNSLNS NEU DELHI. Wegen selektiver Abtreibung und einer hohen Sterblichkeitsrate kommen in Indien auf durchschnittlich 100 Männer nur 93 Frauen. Weltweit gibt es hingegen einen Frauenüberschuß von 105 auf 100 Männer. Das geht aus einem Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) hervor.
Das ungewöhnliche Verhältnis in Indien sei mit der Ungleichbehandlung von Mädchen und Jungen zu erklären. Weibliche Föten würden häufig abgetrieben, sobald den Eltern das Geschlecht bekannt sei.
Vorurteile gegen Frauen spiegelten sich auch in schlechterer Ernährung und geringerer Schulbildung für Mädchen wider. Nach Angaben von UNICEF ist die Mädchensterblichkeit aber nicht auf arme Familien beschränkt. Die beiden wohlhabendsten indischen Bundesstaaten, Punjab und Haryana, hätten beispielsweise die niedrigste Frauenrate des Landes. afp
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