ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2013Psycho-Boom: Ausgewogen
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Selten hat ein erfahrener „Psycho-Fachmann“ die derzeitige Lage so ausgewogen dargestellt. Für schwer und chronisch psychisch erkrankte Menschen ist die ambulante und stationäre Versorgungssituation nicht besser geworden, sondern eher unübersichtlicher und mit einem erhöhten Risiko zur Fehlbehandlung oder Verschleppung von Behandlung verbunden. Die Grenze zwischen Coaching, Selbsterfahrung (keine GKV-Leistung) und ärztlicher oder psychologischer Beratung und Behandlung verschwimmt häufig. Andererseits etwas provokativ gefragt: Sind damit nicht die psychischen Krankheiten nun doch den „rein somatischen“ Erkrankungen eher gleichgestellt? Auch im somatischen Bereich gibt es einen riesigen grauen Markt von Nahrungsergänzungsmitteln, Diäten, Hilfsmitteln etc.

Insofern: Wir brauchen mehr Grundlagenwissen über psychische beziehungsweise Hirnerkrankungen und deren Differenzialdiagnosen in allen medizinischen Gebieten. Und einen Schritt weiter gedacht: Auch den Lehrplänen in den Schulen täte hier ein Update gut.

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Dr. med. Christa Roth-Sackenheim,
56626 Andernach

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