ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2013Randnotiz: Werbung am „Boys‘ Day“

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Randnotiz: Werbung am „Boys‘ Day“

Dtsch Arztebl 2013; 110(18): A-855 / B-747 / C-743

Rieser, Sabine

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Dass es heutzutage mehr junge Frauen als junge Männer gibt, die Medizin studieren, und später dann vermutlich mehr Ärztinnen, ist ein heißes Thema. Manche Standesvertreter sorgen sich, dass bald weniger gearbeitet wird in Praxen und Kliniken, manche Standesvertreterinnen verbitten sich solche Unterstellungen. Wer hat recht?

Keine Ahnung. Jahrelang schien gewiss, dass deutsche Akademikerinnen immer häufiger auf Kinder verzichten. Viele sehr karriereorientierte Ärztinnen schienen denkbar. Dem jüngsten Familienbericht zufolge ändert sich etwas: Mehr Akademikerinnen bekommen wieder Kinder, die Rollenverteilungen zwischen Frauen und Männern verändern sich weiter. Vielleicht arbeiten in 20 Jahren junge Ärztinnen im Schnitt weniger als alte Ärzte. Vielleicht kümmern diese sich aber auch um Enkelkinder, alte Eltern oder sich selbst und treten beruflich kürzer.

Sicher ist nur, dass das Gesundheitswesen großen Bedarf an engagierten Frauen und Männern hat. Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz hat deshalb nach zehn Jahren „Girls’ Day“ dieses Jahr stattdessen einen „Boys’ Day“ veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz. Praktische Übungen in Erster Hilfe und Verbandstechniken standen für die Jungs, so wie in den Jahren zuvor für die Mädchen, auf dem Programm.

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Im Sinne der Gleichstellung wolle man nun die Jungen für das Medizinstudium begeistern, hieß es. Manchen kleinen Unterschied gibt es aber: Die Jungs lud man ein, das „pulsierende Innenleben“ einer Rettungsleitstelle kennenzulernen. Die Mädchen waren im Jahr zuvor in einer gynäkologischen Praxis.

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