ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2013Elmar Doppelfeld: Engagiert für eine ethische Forschung

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Elmar Doppelfeld: Engagiert für eine ethische Forschung

Dtsch Arztebl 2013; 110(18): A-891 / B-777 / C-773

Stüwe, Heinz

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Elmar Doppelfeld, Foto: privat
Elmar Doppelfeld, Foto: privat

Der Stellenwert von Ethikkommissionen bei klinischen Prüfungen von Humanarzneimitteln steht aufgrund aktueller Pläne der Europäischen Union zur Disposition. Da sind Ärzte mit bewährten europäischen Kontakten wie Prof. Dr. med. Elmar Doppelfeld gefragt. „So viel wie kaum ein anderer hat Doppelfeld für den Einfluss und die Fortentwicklung von Ethikkommissionen in Europa getan“, sagte der Mannheimer Medizinrechtler Prof. Dr. jur. Jochen Taupitz in einer Laudatio, nachdem Doppelfeld (73) den Vorsitz des Arbeitskreises Medizinischer Ethik-Kommissionen 2012 in jüngere Hände gelegt hatte – nach 18 Jahren an der Spitze. In Würdigung seines Einsatzes wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Arbeitskreises ernannt. Der Radiologe und Nuklearmediziner war 1983, damals als geschäftsführender Arzt der Bundes­ärzte­kammer, schon an der Gründung des Arbeitskreises beteiligt, den er zunächst als geschäftsführendes Vorstandsmitglied, seit 1994 dann als Vorsitzender geprägt hat. Unter Doppelfelds Leitung sei aus einem losen Haufen ein eingetragener Verein geworden mit finanzieller Unabhängigkeit, sagte Taupitz. Die Beziehung zur BÄK blieb dabei nicht konfliktfrei.

Doppelfeld, von 1989 bis 2004 Leiter der medizinisch-wissenschaftlichen Redaktion des Deutschen Ärzteblatts, setzt sein Engagement fort, etwa als Vorsitzender im Netzwerk der europäischen Ethikkommissionen. Und er gehört dem Vorstand des Lenkungsausschusses zur Bioethik (CDBI) des Europarates an, den er von 2003 bis 2005 als Vizepräsident und danach zwei Jahre als Präsident geleitet hat. Heinz Stüwe

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