ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2013Rhön-Klinikum AG: Kurskorrektur angekündigt

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Rhön-Klinikum AG: Kurskorrektur angekündigt

Dtsch Arztebl 2013; 110(18): A-856 / B-748 / C-744

Flintrop, Jens

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Obwohl die Patientenzahlen (plus 12,2 Prozent auf 2,6 Millionen) und somit auch der Umsatz (plus 9,0 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro) der Rhön-Klinikum AG 2012 gestiegen sind, brach der Konzerngewinn um 42,9 Prozent auf 92 Millionen ein. Die Dividende je Aktie sinkt voraussichtlich auf 25 Cent (2011: 45 Cent).

Ein „Optimierungsprogramm“ soll in Kürze vorgelegt werden. Foto: dpa
Ein „Optimierungsprogramm“ soll in Kürze vorgelegt werden. Foto: dpa

Der neue Vorstandschef Dr. Martin Siebert führte den Gewinnrückgang auf Rückschläge bei der Restrukturierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM), Sonderbelastungen im Zuge des Übernahmeangebots von Fresenius, den gestiegenen regulatorischen Druck auf die Krankenhäuser sowie die Übernahme der defizitären Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden zurück. Dabei seien die zahlreichen Wechsel in der Geschäftsführung des UKGM mitverantwortlich dafür, dass sich die Situation 2012 dort so zugespitzt habe, räumte Siebert ein.

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„Die Rhön-Klinikum AG hat weder ein Wachstumsproblem noch ein Patientenproblem, derzeit aber ein Profitabilitätsproblem“, analysierte Finanzvorstand Jens-Peter Neumann. Mit strukturellen, prozessualen und personellen Maßnahmen habe man in den vergangenen Monaten bereits versucht gegenzusteuern, betonte Siebert: „Doch mit Schnellkorrekturen ist es nicht getan.“ Vielmehr sei ein tiefgreifendes, substanzielles Umsteuern notwendig. Noch im Mai werde er deshalb ein systematisches, konzernweites Optimierungsprogramm vorstellen. JF

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