ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2013Rundfunkbeitrag: Stolperfallen bei der geänderten Gebühr

BERUF

Rundfunkbeitrag: Stolperfallen bei der geänderten Gebühr

Dtsch Arztebl 2013; 110(18): [70]

Krüger-Brand, Heike E.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Seit dem 1. Januar 2013 gilt die neue Rundfunkgebühr: Privathaushalte zahlen monatlich 17,98 Euro je Wohnung; das entspricht der bisherigen Gebühr für Haushalte mit Radio und Fernseher. Die Anzahl der Rundfunkgeräte und Personen in einer Wohnung spielt keine Rolle mehr. Freiberufler und Unternehmen zahlen ihre Beiträge je Betriebsstätte, sie liegen zwischen 5,99 Euro (bis zu acht Beschäftigten) und 3 236,40 Euro (ab 20 000 Beschäftigten) monatlich.

Auch für betrieblich genutzte Kraftfahrzeuge ist der Rundfunkbeitrag zu zahlen. Pro beitragspflichtige Betriebsstätte ist aber ein Fahrzeug frei – unabhängig davon, wo es zugelassen ist. Für jedes weitere Fahrzeug müssen Unternehmen und Institutionen monatlich 5,99 Euro entrichten. Achtung: Im entsprechenden Anmeldeformular fehlt ein Hinweis darauf, dass je Betriebsstätte ein Fahrzeug beitragsfrei ist und nicht angemeldet werden muss (Informationen unter: www.rundfunkbeitrag.de).

Unterdessen hat die hessische Polizei davor gewarnt, dass derzeit professionell gefälschte Briefe im Umlauf sind, die zur Zahlung der Rundfunkbeiträge im Namen des „Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio“ auffordern. Die Betrüger verteilen ihre Abzockschreiben bislang unter anderem in Bayern, Hessen und Sachsen als Postwurfsendung in Briefkästen. Mit dem Schreiben wird wegen einer angeblichen Umstellung des Zahlungssystems zur Überweisung des Rundfunkbeitrages für die Monate April bis Juni 2013 auf ein Konto bei der Landesbank Berlin aufgefordert.

Anzeige

Layout, Farbe und Machart der Fälschungen sind von den Original-Anschreiben nur schwer zu unterscheiden. Die Fälschung ist unter anderem daran zu erkennen, dass sie sich „An alle privaten Haushalte im Beitragsgebiet Deutschland“ und nicht wie sonst üblich persönlich an den Empfänger mit genauer Adresse richtet. Zudem ist die Beitragsnummer rechts oben im Anschreiben im Original eine neunstellige Nummer, die in Dreiergruppen gedruckt ist – in der Fälschung ist dagegen eine Zahlenkolonne ohne Leerstellen mit mehr als neun Zahlen angegeben. KBr

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema