ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2013Telemedizin: Vergütungsregeln angemahnt

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Telemedizin: Vergütungsregeln angemahnt

Dtsch Arztebl 2013; 110(19): A-914 / B-798 / C-794

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Mehr Geld für die Telemedizin fordert der Hartmannbund. Foto: Fotolia/contrastwerkstatt
Mehr Geld für die Telemedizin fordert der Hartmannbund. Foto: Fotolia/contrastwerkstatt

Der Hartmannbund (HB) hat den schleppenden Ausbau der Telemedizin in Deutschland kritisiert. „Wir verspielen nicht nur internationales Renommee, sondern lassen wertvolle Ressourcen unseres Gesundheitssystems sträflich ungenutzt“, sagte Dr. med. Thomas Lipp, der im HB-Vorstand für das Thema zuständig ist. Als „mittleres Desaster“ für die gemeinsame Selbstverwaltung bezeichnete er, dass der Bewertungsausschuss von Ärzten und Krankenkassen sich trotz gesetzlicher Vorgaben nicht bis zum 31. März auf eine Finanzierung ambulanter telemedizinischer Leistungen einigen konnte.

Telemedizin sei vor allem für die medizinische Versorgung in den immer schlechter abgedeckten Flächen des Landes unerlässlich, erklärte Lipp. Dass die meisten telemedizinischen Leistungen sektorenübergreifend erbracht würden und sich somit im derzeitigen Vergütungssystem nur schlecht abbilden ließen, dürfe als Erklärung für den Stillstand nicht akzeptiert werden. Lipp forderte die Krankenkassen auf, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen und gemeinsam mit den Ärzten entsprechende Vergütungsregelungen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab zu schaffen.

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Gleichzeitig warnte Lipp Ärzte und Krankenkassen davor, dass der Gesetzgeber nicht dauerhaft tatenlos zusehen werde, „wie sich die Diskussion im Bewertungsausschuss im Kreise dreht“. „Es kann nicht im Interesse der gemeinsamen Selbstverwaltung sein, dass der Gesetzgeber am Ende eingreift und die Dinge selbst regelt“, betonte das HB-Vorstandsmitglied. EB

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