ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2013Studium: Es liegt am Numerus clausus
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Es ist schwer vorstellbar, dass auch nur ein Hausarzt mehr entstehen würde, wenn es doppelt so viele Institute und Professuren für Allgemeinmedizin, auch mit dreifachem Budget etc. gäbe.

Als es noch genügend Hausärzte gab, war von derlei, auch vom Facharzt für Allgemeinmedizin, noch gar nicht die Rede. Daran kann es also nicht liegen; aber woran dann? Es muss wohl am Numerus clausus liegen: Einserabiturienten sind im Allgemeinen nicht nur klug und fleißig, sondern auch ehrgeizig und karrierebewusst. Die wollen Professor oder Chefarzt werden. Dazu kommt noch, dass die weiblichen Einserabiturienten in der Überzahl sind, ihre Lebensarbeitszeit jedoch statistisch, aus naheliegenden Gründen, nur zwei Drittel der der männlichen Mediziner beträgt.

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Das Militär, und das nicht nur bei uns, hat das schon vor Jahrzehnten erkannt und seinen Bedarf an Ärzten, am Numerus clausus vorbei, mit anschließender Dienstverpflichtung, ausbilden lassen. Es wäre zwar nicht besonders originell, dafür aber umso effektiver, sich an höherer Stelle mit derlei Gedanken zu beschäftigen.

Unabhängig davon wäre eine drastische Reduzierung des ausufernden Bürokratismus mit Dokumentation, Qualitätskontrollen, Zertifizierungen, . . . Hygienebeauftragten etc. sicher hilfreich, ärztliche Arbeitszeit freizusetzen . . .

Dr. Wolfram Kindl, 73732 Esslingen

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