ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2013Randnotiz: Die Oberarme der First Lady

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Randnotiz: Die Oberarme der First Lady

Dtsch Arztebl 2013; 110(19): A-913 / B-797 / C-793

Schmedt, Michael

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Michelle Obama zierte kürzlich zum zweiten Mal das Titelbild der amerikanischen „Vogue“. Das brachte ihr zwar nicht nur anerkennende Reaktionen ein. Dennoch ist sie für viele und vieles ein Vorbild: Für ihre Rolle als First Lady und Mutter, für ihr Modebewusstsein, für ihre Eigenständigkeit als moderne Frau, für ihren Einsatz für gesunde Ernährung und . . . für ihre Oberarme. Ja, ja, die Oberarme. Ab 40 lässt die Spannkraft doch zu wünschen übrig, und die Schwerkraft setzt sich durch.

Die Schönheitschirurgie hat gegen den körperlichen Verfall schon so manches „Rezept“ entwickelt. Von Brust- (für Frauen und Männer!) über Waden- bis hin zu Poimplantaten. Man modelliert sich zu alter oder besser zu neuer Spannkraft. Und das alles ohne Anstrengung, aber mit dem entsprechenden Geldbeutel. Nun liegen die Oberarme im Trend. Die Zahl der straffenden Oberarmoperationen stieg der amerikanischen Vereinigung der Plastischen Chirurgen (ASPS) zufolge seit dem Jahr 2000 um 4 378 Prozent. 2012 waren mehr als 15 000 Frauen mit ihren Oberarmen nicht mehr zufrieden. Eine Umfrage des Verbandes ergab, dass dabei besonders die Arme von Michelle Obama als Vorbild dienen, dicht gefolgt von denen der Schauspielerin Jennifer Aniston. Auch wenn wir nicht das Gerücht in die Welt setzen möchten, dass die beiden Oberarmvorbilder zu den unzufriedenen 15 000 Frauen gehört haben, leisten könnten sie sich die Operation schon: 4 000 Dollar sind der Durchschnittspreis für Straffung und Fettabsaugen.

Die Durchschnittsunzufriedene kann es billiger haben. Denn der abschlaffende Trizeps lässt sich wunderbar mit Liegestützen trainieren – und schon sind 4 000 Dollar gespart.

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