ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2013Depressionen und Burn-out: Neuer Versorgungsvertrag in Niedersachsen

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Depressionen und Burn-out: Neuer Versorgungsvertrag in Niedersachsen

PP 12, Ausgabe Mai 2013, Seite 197

Hillienhof, Arne

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Bei der Versorgung von Depressions- und Burn-out-Patienten sollen Hausärzte, Fachärzte und Psychologische Psychotherapeuten enger zusammenarbeiten. Das sieht ein Vertrag zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) und der AOK des Bundeslandes vor. Der Berufsverband Deutscher Nervenärzte und der Deutsche Hausärzteverband unterstützen das Vorhaben.

„Die teilnehmenden Fachärzte und Psychologischen Psychotherapeuten müssen zusätzliche Behandlungskapazitäten anbieten und bereit sein, eingeschriebene Patienten innerhalb von maximal 14 Tagen erstmalig zu behandeln. Zur Koordination dieser Behandlungskapazitäten richtet die KVN eine Terminmanagementstelle ein“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der KVN, Mark Barjenbruch. Gemeinsames Ziel der Vertragspartner sei es, den Patienten schneller einen Therapieplatz anzubieten. An dem Programm können alle Patienten der AOK Niedersachsen teilnehmen, die aufgrund einer Depression arbeitsunfähig erkrankt und mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind.

Teilnahmeberechtigt sind alle Hausärzte, die über die Zusatzqualifikation „Psychosomatische Grundversorgung“ verfügen und an einer obligatorischen Schulung über die Vertragsinhalte und die S3-Leitlinie teilgenommen haben. An dem Vertrag teilnehmen können des weiteren Psychiater, Nervenärzte sowie ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten.

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Für den besonderen Aufwand bekommen die teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten neben der üblichen Vergütung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab extrabudgetäre Zuschläge. Je Vertragsfall erhält der Hausarzt zusätzliche Vergütungen von maximal 115 Euro, der Facharzt 175 Euro und der Psychotherapeut 250 Euro. hil

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