ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2013Einblicke: Christiane Schaper, Dipl.-Psych.

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Einblicke: Christiane Schaper, Dipl.-Psych.

PP 12, Ausgabe Mai 2013, U3

Schaper, Christiane

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Psychologische Psychotherapeutin in Berlin-Charlottenburg, hat eine Zulassung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und Ausbildungen in Gesprächstherapie, Gestalttherapie und systemischer Therapie. Außerdem bietet sie in der brandenburgischen Uckermark Kompetenztraining und Psychotherapie mit Pferden an (www.christiane-schaper.de).

Wie sind Sie zu der Arbeit mit den Pferden gekommen?

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Es begann mit einem Traum, mit dem Wunsch, meine psychotherapeutische Arbeit durch die Natur, den „Spiegel“ Pferd und die Wahrnehmung der Körpersprache zu bereichern. Jetzt arbeite ich zu 70 Prozent hier in der Berliner Praxis und 30 Prozent in der Uckermark auf dem Pferdehof, den ich zusammen mit meinem Mann aufgebaut habe.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf?

Die Arbeit fordert mich ständig heraus, menschlich kompetent zu bleiben. Das ist ein großer persönlicher Gewinn und andererseits die beste Garantie für Patienten. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, muss ich genau hinschauen, weil gutes Arbeiten sonst nicht wirklich möglich ist.

Man muss also für sich selbst sorgen?

Ja, und das ist die Parallele zu den Pferden: In einer Herde ist die Leitstute meist nicht das prachtvollste Tier, sondern dasjenige, das für sich selbst am besten sorgen kann. Die Leitstute – die von der Herde bestimmt wird – ist zuverlässig für die anderen Pferde, sie passt auf sich auf, überschätzt ihre Kräfte nicht und delegiert. Das erzeugt Vertrauen.

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DirkKestner
am Mittwoch, 5. Juni 2013, 08:55

Sorgen wir also alle erst einmal für uns selbst...!

Es befremdet schon etwas, sofern es nicht einfach nur zum Lachen anregt, daß ein berufsständisches Organ wie unser ÄRZTEblatt sich befleißigt, derartig wirklichkeitsferne Grundsatzbetrachtungen wie diese aus nichtärztlichen Behandlungsbereichen wie jener plakativ zur Publikation bringt, sogar mit Bilddokument, das zeigt, wer da schreibt und in welcher wirtschaftlichen Situation man sich dort offenbar befindet!, während die medizinische Kollegenschaft in Praxis und Krankenhaus nicht recht weiß, wo ihr der Kopf steht. Man sollte Leute, die sich 30% ihrer Arbeitszeit auf einem netten Pferdehof in der entlegenen Uckermark mit freundlichen Aktivitäten innerhalb der vierbeinigen Galoppergemeinde vertreiben, einladen, uns einige Tage im Monat in unseren Behandlungseinrichtungen als unterstützender Gast zur Verfügung zu stehen, selbst wenn - oder gerade weil! - das freilich nicht so idyllisch wie die vorpommersche Abgeschiedenheit ist. Zumindest aber erscheint es überdenkenswert, solche Lebensbilder exemplarisch darzubieten mit Blickrichtung auf eine Berufssphäre, die gemeinhin als überfrachtet, unattraktiv und zugunsten anderer Betätigungsfelder lieber zu umgehen gilt, des ARZTseins nämlich!