ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2013Neugeborenen-Screening auf zystische Fibrose in der Schweiz

MEDIZIN: Originalarbeit

Neugeborenen-Screening auf zystische Fibrose in der Schweiz

Evaluation nach einem Jahr

One-year evaluation of a neonatal screening program for cystic fibrosis in Switzerland

Dtsch Arztebl Int 2013; 110(20): 356-63; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0356

Rueegg, Corina S.; Kuehni, Claudia E.; Gallati, Sabina; Baumgartner, Matthias; Torresani, Toni; Barben, Juerg

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Hintergrund: Seit Januar 2011 wird im Rahmen des Neugeborenen-Screenings (NGS) in der Schweiz auch auf zystische Fibrose (CF) getestet. Mit dieser Studie soll das erste Jahr der Implementierung des CF-NGS evaluiert werden.

Methode: Das CF-NGS besteht aus einem zweistufigen Testverfahren: Im Rahmen der Fersenblutuntersuchung (= Guthrie-Test) wird immunreaktives Trypsinogen (IRT) gemessen und ein DNA-Screening durchgeführt. Alle positiv gescreenten Kinder werden an ein CF-Zentrum zur diagnostischen Abklärung (Schweißtest und Genetik) überwiesen. Den Eltern wird nach der Untersuchung im CF-Zentrum ein Fragebogen gegeben. Alle Resultate zum Screening und zum Elternfragebogen wurden zentral erfasst und ausgewertet.

Ergebnisse: Von 83 198 gescreenten Neugeborenen im Jahr 2011 wurden 84 positiv getestet und an ein CF-Zentrum überwiesen (0,1 %). Von diesen wurde bei 30 eine CF diagnostiziert (positiver prädiktiver Wert: 35,7 %). Dazu kam ein Kind mit CF und Mekoniumileus, dessen IRT-Wert normal war. Die 31 Diagnosen ergeben eine Inzidenz von 1 : 2 683. Die Zeit von Geburt bis zur genetisch gesicherten Diagnose betrug 34 Tage (Spannweite: 13–135). In der Elternbefragung waren 91 % damit zufrieden, dass das Screening bei ihrem Kind durchgeführt worden war. Alle diagnostizierten Kinder wurden professionell in einem CF-Zentrum weiterbetreut.

Schlussfolgerung: Das vorgeschlagene Prozedere für das CF-NGS hat sich bewährt und konnte ohne größere Probleme implementiert werden. Die Akzeptanz ist bisher sowohl bei den Klinikern als auch bei den Eltern sehr gut.

LNSLNS

Seit 1979 gibt es mit der Möglichkeit, immunreaktives Trypsin (IRT) zu messen, eine einfache, zuverlässige Screening-Methode für zystische Fibrose (CF) bei Neugeborenen (1, 2). Erste CF-Neugeborenen-Screening-Programme (NGS) entstanden 1981 in Neuseeland und Australien (3). Die frühzeitige Diagnose und Therapie von CF verbessert die Nahrungsaufnahme und -verwertung, Wachstum, Hirnentwicklung, Lungenfunktion und reduziert Exazerbationen und Hospitalisationen (4, 5). Heute gibt es CF-NGS in den USA, in England, Irland, Schottland, Frankreich, Österreich, Polen, in den Niederlanden sowie in Regionen Italiens und Spaniens (6, 7). Außerdem wurden amerikanische und europäische Richtlinien entwickelt (8, 9). In Deutschland wird die Aufnahme der CF ins Neugeborenen-Screening diskutiert (10).

In der Schweiz gibt es seit > 40 Jahren ein NGS, aktuell wird auf sechs angeborene Stoffwechsel-Krankheiten getestet (Guthrie-Test). Dazu wird jedem Neugeborenen am vierten Lebenstag Fersenblut abgenommen und auf einem Filterpapier (Guthrie-Karte) getrocknet. Seit 2006 wird das NGS zentral im nationalen NGS-Labor der Universitätskinderklinik Zürich durchgeführt.

Die Implementierung der Testung auf CF als siebte Krankheit ins NGS der Schweiz wurde im November 2010 vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) bewilligt; am 1. Januar 2011 begann die zweijährige Pilotphase des CF-NGS (11). Eine retrospektive Studie zeigte, dass das geplante zweistufige Verfahren (IRT- und DNA-Screening) 98 % der 2006–2009 klinisch diagnostizierten Kinder erfasst hätte (12).

In der Pilotphase sollten Durchführbarkeit, Effizienz und Akzeptanz des geplanten CF-NGS ausgewertet werden (13). Diese Arbeit evaluiert das erste Pilotjahr, insbesondere die Punkte:

  • Durchführbarkeit
  • zeitlicher Verlauf der verschiedenen Screening-Schritte
  • Meinung der Eltern.

Methode

Ablauf des Neugeborenen-Screenings

Das NGS besteht aus zwei Teilen (Grafik 1): dem eigentlichen Screening-Prozess im NGS-Labor und den diagnostischen Abklärungen in den CF-Zentren.

Protokoll des CF-Neugeborenen-Screenings in der Schweiz nach den Anpassungen des ersten Pilotjahres
Protokoll des CF-Neugeborenen-Screenings in der Schweiz nach den Anpassungen des ersten Pilotjahres
Grafik 1
Protokoll des CF-Neugeborenen-Screenings in der Schweiz nach den Anpassungen des ersten Pilotjahres

a) Screening-Prozess im NGS-Labor: Im nationalen NGS-Labor werden alle in der Schweiz geborenen Kinder, deren Eltern kein Veto einlegen, gescreent. Für das Screening auf CF wurde aus dem Fersenblut das IRT bestimmt (Grafik 1). Bei einem IRT über der 99. Perzentile (45 ng/mL) (11) wurde mit dem selben Blut ein DNA-Screening der sieben häufigsten CF-Genmutationen, die in der Schweiz vorkommen, durchgeführt (F508del, 3905insT, G542X, R553X, W1282X, 1717–1G>A, N1303K) (12). Bei Nachweis von ≥ 1 Mutation wurde das positive Resultat ohne Mitteilung der Art der Genmutation telefonisch dem zuständigen CF-Zentrum gemeldet. Bei negativem DNA-Screening-Ergebnis wurde die IRT-Messung wiederholt. Dazu wurde das Geburtsspital/der betreuende Kinderarzt um einen erneuten Fersenbluttest (2. Guthrie-Karte) gebeten.

Das Screening-Prozedere wurde nach einer Interimanalyse (4 Monate) leicht angepasst: Der IRT-Cut-off-Wert wurde auf 50 ng/mL angehoben und ein zweiter Fersenbluttest wurde nur bei initialem IRT ≥ 60 ng/mL ohne CF-Genmutation im Screening gemacht (siehe Ergebnisse Punkt a). Bei ungültigem Schweißtest wurde direkt eine genetische Analyse durchgeführt und der Schweißtest später nachgeholt (siehe Ergebnisse Punkt d).

b) Diagnostische Abklärungen und Betreuung im CF-Zentrum: In der Schweiz gibt es acht pädiatrische CF-Zentren (Aarau, Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern, St. Gallen, Zürich) sowie eine regionale CF-Betreuungsstelle im Tessin. Deren Leiter wurden persönlich über positive Screening-Resultate im Einzugsgebiet der Klinik informiert. Sie telefonierten daraufhin mit den Eltern und boten ihnen umgehend diagnostische Abklärungen an (14). Zur ersten diagnostischen Abklärung wurde die Makrodukt-Methode zur Bestimmung der Chloridmenge (mmol/L) im Schweiß verwendet (15). Gleichzeitig wurde ein Nanodukt-Schweißtest zur Bestimmung der Konduktivität (Leitfähigkeit in Abhängigkeit von der Ionenkonzentration; mmol/L) durchgeführt. Dies wurde vom BAG gewünscht, da dieser Test weniger Schweiß benötigt und öfter zu einem Resultat führt (16, 17). Beide Schweißtests werden nach internationalen Leitlinien durchgeführt (15, 18). Da die Bestimmung der Konduktivität bisher nur als Screening-Verfahren akzeptiert ist (8), wurde der Nanodukt-Schweißtest nur bei ungültigem Ergebnis der Makrodukt-Methode zur Entscheidungsfindung benutzt.

Bei positivem Makrodukt-Testergebnis wurde das CFTR-Gen molekulargenetisch untersucht. Die Familie wurde über die Diagnose CF informiert und das Kind gemäß Leitlinien weiterbetreut (1921). Bei grenzwertigem Makrodukt-Testergebnis oder bei positivem/grenzwertigem Nanodukt-Testergebnis und gleichzeitig fehlendem Makrodukt-Testergebnis wurde ebenfalls eine genetische Analyse durchgeführt und die Makrodukt-Methode zur Sicherstellung der Diagnose später nachgeholt. Bei negativem Schweißtest-Ergebnis wurden die Eltern über eine mögliche Trägerschaft informiert, primär vom Kinderpneumologen und auf Wunsch durch eine genetische Beratungsstelle. Der betreuende Kinderarzt wurde in jedem Fall in Kenntnis gesetzt.

Evaluation des CF-NGS

Die Evaluation des CF-NGS erfolgte im Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern. Die Resultate wurden im NGS-Labor Zürich (für Teil a. Screening) und im ISPM (für Teil b. Diagnostik) dokumentiert. Resultate der diagnostischen Abklärungen wurden per Formular von den Klinikern ans ISPM gemeldet.

Die Eltern erhielten im CF-Zentrum einen Fragebogen (eSupplement). Darin wurde gefragt:

  • wie verständlich die Informationen zum Screening waren
  • welche Gefühle das Screening ausgelöst hatte
  • ob sie insgesamt mit dem Screening zufrieden waren.

Der anonyme Fragebogen wurde direkt ans ISPM gesandt.

Statistische Auswertung

Folgende Parameter wurden analysiert:

Screening-Prozedere:

  • Optimierungen des IRT-Cut-off-Werts
  • Anzahl Verweigerer des NGS
  • Rückrufrate (Anteil Kinder, die nach einem Screening-Test eine weiterführende Maßnahme benötigen) (22)
  • Überweisungsrate
  • Anzahl Diagnosen
  • positiver prädiktiver Wert (PPW)
  • Weiterbetreuung
  • Sensitivität
  • Spezifität
  • Inzidenz

Zeitlicher Verlauf des Screenings: Zur Erfassung der Effizienz wurden die Daten aller Screening-Schritte erfasst. Das Ziel war es, einen möglichst schnellen Ablauf zu erreichen, damit Neugeborene mit CF so früh wie möglich eine adäquate Behandlung erhalten.

Elternzufriedenheit: aus dem Fragebogen.

Ergebnisse

Screening-Prozedere

a) Optimierung des IRT-Cut-off-Werts: Nach 4 Monaten wurde der IRT-Cut-off-Wert auf die 99,2 Perzentile (50 ng/mL) erhöht (Grafik 1) und bei Kindern mit einem initialen IRT < 60 ng/mL ohne eine der sieben CFTR-Mutationen wurde auf einen zweiten Fersenbluttest verzichtet. Dadurch reduzierten sich die Wiederholungen von Fersenbluttests um 52 % (0,85 % versus 0,41 %). Deshalb wurden die Resultate a–c zusätzlich stratifiziert für die beiden Zeitperioden (eGrafik 1 und 2).

Resultate des Screenings von Januar bis April 2011
Resultate des Screenings von Januar bis April 2011
eGrafik 1
Resultate des Screenings von Januar bis April 2011

b) Anzahl Verweigerer und Rückrufrate: Im Jahr 2011 wurden 83 198 Kinder im NGS getestet (Grafik 2). Dem NGS-Labor wurden insgesamt 5 Kinder gemeldet, deren Eltern die Teilnahme generell verweigerten. Bei 647 Kindern (0,80 %) mit erhöhtem IRT wurde ein DNA-Screening durchgeführt. Bei 65 Kindern fanden sich CF-Mutationen und bei 456 Kindern wurde der Fersenbluttest wiederholt (Rückrufrate = 0,63 %).

Resultate des Screenings für das Jahr 2011
Resultate des Screenings für das Jahr 2011
Grafik 2
Resultate des Screenings für das Jahr 2011

c) Überweisungsrate, diagnostizierte Kinder, PPW und Weiterbetreuung: Insgesamt wurden 84 Kinder an die CF-Zentren überwiesen (Überweisungsrate = 13,0 %; Grafik 2). Bei 30 Kindern wurde die CF-Diagnose bestätigt (PPW = 35,7 %). In der zweiten Periode (Mai–Dezember) war der PPW 46,7 % (eGrafik 2). Alle 30 Kinder wurden in einem CF-Zentrum weiterbetreut. Drei hatten seltene CF-Mutationen mit unklarer klinischer Relevanz (fragliche CF/„equivocal CF“) (23). Von den 27 Kindern mit klassischer CF wurden 26 direkt mit ≥ 1 Mutation im Screening überwiesen, eines nach 2 erhöhten IRT-Messungen. Von den 3 Kindern mit fraglicher CF wurden 2 wegen ≥ 1 Mutation und eines nach 2 erhöhten IRT-Messungen überwiesen.

Resultate des Screenings von Mai bis Dezember 2011
Resultate des Screenings von Mai bis Dezember 2011
eGrafik 2
Resultate des Screenings von Mai bis Dezember 2011

Bei 80 Kindern wurde ein Schweißtest versucht, davon hatten 66 auf Anhieb ein valides Resultat. Bei 4 Kindern erfolgte wegen schwerer Erkrankung direkt eine Genanalyse. Da Schweißtest-Wiederholungen zu langen Wartezeiten führten, wurde nach 4 Monaten Studiendauer entschieden, bei unklaren Schweißtest-Resultaten sofort die Genanalyse durchzuführen. Insgesamt wurden im Jahr 2011 35 diagnostische Genanalysen gemacht:

  • 18 aufgrund eines positiven Schweißtests
  • 5 aufgrund eines grenzwertigen Schweißtests
  • 8 nach technischen Problemen ohne Schweißtest-Resultat (ungenügende Schweißmenge, defekte Elektroden)
  • 4 bei den oben erwähnten Kindern mit schweren Erkrankungen (direkte Genanalyse).

Die fehlenden Schweißtests wurden zur Sicherstellung der Diagnose in den CF-Zentren nachgeholt.

d) Vorläufige Sensitivität und Spezifität: Bei insgesamt acht Kindern wurde vor dem NGS die klinische Diagnose Mekoniumileus gestellt und die Kinder wurden gezielt bezüglich CF untersucht. Bei sieben wurde eine CF diagnostiziert, davon hatten sechs ein positives Screening-Resultat (in der Gruppe der 84 überwiesenen Kindern inbegriffen). Ein Kind hatte einen unauffälligen IRT-Wert (39 ng/mL) und damit ein negatives Screening-Resultat. Ansonsten wurde in der Schweiz bisher bei keinem Säugling, der im Jahr 2011 geboren wurde, eine CF diagnostiziert. Damit beträgt die Rate der falschnegativen IRT-Tests 3,2 % (1/31). Die falschpositiv-Rate liegt bei 0,06 % (54/83 167). Nach einem Jahr betrug die vorläufige Sensitivität 96,8 % (30/31) und die Spezifität 99,9 % (83 113/83 167).

e) Inzidenz: Die Indizenz von CF (31 Diagnosen auf 83 198 gescreente Kinder) belief sich im Jahr 2011 auf 1 : 2 683 (37 : 100 000 Personenjahre). Ohne die 3 Kinder mit fraglicher CF läge die Inzidenz bei 1 : 2 971.

Zeitlicher Verlauf

Das mittlere Alter bei genetisch gesicherter Diagnose betrug 34 Tage (Spannweite 13–135) (Tabelle 1). Das Screening-Resultat wurde durchschnittlich vor dem 20. Lebenstag des Kindes an die CF-Zentren gemeldet. Nach durchschnittlich 4 Tagen wurden die Eltern kontaktiert und 2 Tage später wurde das Kind im CF-Zentrum untersucht. Nach 14 Tagen war die Diagnose genetisch gesichert.

Zeitparameter im Verlauf des Screenings
Zeitparameter im Verlauf des Screenings
Tabelle 1
Zeitparameter im Verlauf des Screenings

Elternzufriedenheit

Insgesamt erhielten 81/84 Eltern im CF-Zentrum einen Fragebogen; 47 (58 %) beantworteten ihn, durchschnittlich nach zwei Wochen. Der Rücklauf war ähnlich in Familien mit und ohne CF-Diagnose (64 % versus 56 %, p = 0,460; Tabelle 2).

Resultate aus dem Elternfragebogen, allgemein und stratifiziert nach CF-Diagnose (CF, zystische Fibrose)
Resultate aus dem Elternfragebogen, allgemein und stratifiziert nach CF-Diagnose (CF, zystische Fibrose)
Tabelle 2
Resultate aus dem Elternfragebogen, allgemein und stratifiziert nach CF-Diagnose (CF, zystische Fibrose)

a) Erhaltene Informationen zum Screening: Praktisch alle Geburtsspitäler (200/203) hatten die NGS-Broschüre bestellt. Nur 8/47 Eltern (8,5 %) erinnerten sich jedoch, diese vor der Geburt erhalten oder gelesen zu haben; nach der Geburt waren es 27 (57,5 %) (Grafik 3a). An eine mündliche Information vor der Geburt erinnerten sich 8/47 Eltern (17,0 %); nach der Geburt 38 (80,9 %).

Elterninformationen zum CF-Neugeborenen-Screening
Elterninformationen zum CF-Neugeborenen-Screening
Grafik 3
Elterninformationen zum CF-Neugeborenen-Screening

Die Zufriedenheit mit den erhaltenen Informationen nahm mit jedem Screening-Schritt zu (Grafik 3b): 52 % der Eltern, die die Broschüre gelesen hatten, waren zufrieden damit, 68 % mit der mündlichen Information bei der Geburt, 79 % (n = 37) mit den Informationen bei der ersten Kontaktaufnahme (Telefonanruf) durch das CF-Zentrum und 90 % (n = 42) mit dem Gespräch im CF-Zentrum.

b) Empfindungen im Verlauf des Screenings: Nach dem Anruf vom CF-Zentrum waren 76 % (n = 35) der Familien beunruhigt, 24 % (n = 11) zuversichtlich (Tabelle 2). Nach dem Besuch im CF-Zentrum waren nur noch 34 % (n = 16) beunruhigt (61 % der Familien mit und 17 % der Familien ohne CF-Diagnose [p = 0,002]).

c) Gesamturteil zum Screening: Insgesamt waren 91 % (n = 43) der Familien froh, dass das Screening bei ihrem Kind durchgeführt wurde (Tabelle 2), 100 % (n = 18) der Familien mit und 86 % (n = 25) der Familien ohne CF-Diagnose (p = 0,257).

Diskussion

Die Implementierung des CF-Screenings ins nationale Neugeborenen-Screening der Schweiz verlief erfolgreich. Von 83 198 gescreenten Kindern wurden 84 an ein CF-Zentrum überwiesen und bei 30 eine CF-Diagnose gestellt. Die Kinder mit CF konnten ab dem 26. Lebenstag in einem CF-Zentrum betreut werden, womit die Schweiz den Empfehlungen der Europäischen CF-Gesellschaft folgt (8). Die genetisch gesicherte Diagnose erfolgte nach 34 Tagen. Das Screening wurde von Eltern und beteiligten Ärzten gut akzeptiert; die Zahl der dem NGS gemeldeten Verweigerungen des NGS lagen im Rahmen der Vorjahre (5 versus 6,4 Verweigerer jährlich/2006–2010; Spannweite 4–11). Niemand erwähnte das neu eingeführte CF-Screening als Grund für die Verweigerung. Die Inzidenz der CF im ersten Screening-Jahr betrug 1 : 2 683 Kinder. Bisher wurde die Inzidenz in der Schweiz auf 1 : 2 500 geschätzt, wobei die Inzidenz in Frankreich 1 : 4 150 und in Österreich 1 : 3 500 beträgt (6).

Stärken und Schwächen

Der Erfolg beruht einerseits darauf, dass das bestehende nationale NGS in der Schweiz gut etabliert und zentral in der Universitätsklinik Zürich durchgeführt wird. Das gut etablierte Vorgehen mit Vetorecht der Eltern hat sicher maßgeblich zur hohen Akzeptanz bei den Eltern beigetragen. Außerdem beschränkte sich die weitere Abklärung auf 8 spezialisierte Zentren, analog zu dem Prozedere bei den anderen sechs gescreenten Stoffwechselkrankheiten, die in denselben Kinderkliniken weiter abgeklärt werden.

Die Zusammenarbeit unter den CF-Spezialisten war durchgehend gut und die Kommunikation erfolgte direkt zwischen dem Leiter des NGS-Labore und den Leitern der CF-Zentren. Durch Zwischenanalysen wurde das Prozedere optimiert, Probleme wurden sofort angegangen und Änderungen umgesetzt. So wurde der IRT-Cut-off-Wert optimiert, um die Rückrufrate zu reduzieren. Dies ist wichtig um unnötige Ängste der Eltern zu vermeiden. Es wurde eine hohe Sensitivität und Spezifität erreicht mit vertretbarem Arbeitsaufwand für die beteiligten Ärzte, was deren Compliance optimierte. Wichtig war auch die gute Zusammenarbeit mit dem BAG, das das Screening unterstützte und die Evaluation mitfinanzierte. Für den Elternfragebogen wurde eine relativ gute Rücklaufquote erreicht, trotz Verzicht auf Erinnerungsschreiben, da der Fragebogen anonym sein sollte.

Ein potenzielles Problem bei allen CF-Screening-Programmen sind falschpositiv gescreente Kinder sowie die Identifizierung von Kindern mit seltenen CF-Mutationen und mit unklarem klinischem Verlauf. Dies könnte ein Grund für die Zunahme der Diagnosen im Screening-Jahr 2011 sein. Die Protokolladaption mit einer sofortigen genetischen Untersuchung nach erfolglosem Schweißtest beinhaltet die Problematik, auch milde CFTR-Varianten zu erfassen, die vielleicht erst im Erwachsenenalter zu Symptomen geführt hätten (19).

Dass Kinder mit Mekoniumileus trotz CF einen unauffälligen IRT-Wert aufweisen können, ist bekannt. Um künftig solche Fälle nicht zu übersehen, erfolgt deshalb bei bekanntem Mekoniumileus im NGS-Labor gleichzeitig mit der IRT-Bestimmung direkt die genetische Analyse. Einschränkend muss gesagt werden, dass sich die Auswertung der Fragen zur Elternzufriedenheit auf einer relativ kleinen Anzahl an beantworteten Fragebögen beruht (n = 47).

Interpretation der Resultate

Mit dem IRT-Screening wurde ein einziges Kind mit CF nicht erkannt, es wurde jedoch klinisch aufgrund eines Mekoniumileus erfasst. Die hervorragende Sensitivität (30/31) muss jedoch mit Vorsicht interpretiert werden, da eine CF außerhalb eines Screening-Programmes je nach Schweregrad manchmal erst nach Jahren klinisch auffällt. Die Evaluation des CF-NGS wird deshalb weitergeführt. Alle Kliniker der Schweiz, die in den CF-Zentren Diagnosen stellen, sind auch beteiligt am NGS und treffen sich alle 6 Monate (Treffen der Swiss Working Group for CF). Daten zu Diagnosen außerhalb des Screenings werden ausgetauscht und in der zentralen Datenbank erfasst. Dies ermöglicht ein langfristiges Monitoring von Spezifität und Sensitivität des CF-NGS. Deshalb ist es wichtig, dass auch künftig bei Kindern mit entsprechender Symptomatik (unter anderem rezidivierender Husten, Gedeihstörung, Fettstühle, chronische Bauchschmerzen) an eine CF gedacht wird.

Durch die Anpassungen im Screening-Protokoll konnte die Zahl falschpositiv gescreenter Kinder deutlich gesenkt werden. Dies ist wichtig, um die Akzeptanz des Screenings bei Eltern und Ärzten hoch zu halten und möglichst wenige Eltern unnötig zu belasten. Die Meinung der meisten Eltern zum Screening war positiv, unabhängig vom Resultat. 86 % der Eltern waren froh, dass das Screening durchgeführt wurde, sogar wenn sie wegen eines falschpositiven Resultats ins Spital eingeladen wurden. Die Elternbefragung bestätigt Beobachtungen aus Frankreich, wonach ein CF-NGS zwar zu falschpositiven Screening-Resultaten führen kann, die ausgelösten Ängste bei normalem Schweißtest-Ergebnis aber schnell verschwinden (24).

Das Diagnosealter konnte deutlich gesenkt werden (durchschnittliches Alter bei genetisch gesicherter Diagnose 34 Tage), was wichtig ist, um früh mit einer Therapie zu beginnen. Eine Analyse der vorhandenen Daten des größten genetischen Labors ergab ein durchschnittliches Diagnosealter von 198 Tagen (Spannweite 13–1 307 Tage) vor der Einführung des Screenings. In diese Analyse wurden alle Patienten mit klassischer CF eingeschlossen, die in diesem Labor zwischen 2000–2010 diagnostiziert wurden und bei Diagnose weniger als 4 Jahre alt waren (n = 113).

Aus der Elternbefragung ging hervor, wie wichtig eine kurze Zeitspanne zwischen Telefonanruf und Untersuchung im CF-Zentrum ist. Um diese Warteperiode möglichst kurz zu halten, wurde das Telefonat mit den Eltern erst gemacht, wenn ein Untersuchungstermin innerhalb von 2 Tagen angeboten werden konnte. Telefonanrufe erfolgten also nie vor einem Wochenende. Dies erklärt die längere Zeitspanne zwischen der Meldung ans CF-Zentrum und dem Telefonat mit die Eltern (4 Tage) im Vergleich zur kurzen Zeitpanne zwischen Telefonat mit den Eltern und Durchführung des Schweißtests (2 Tage).

Fazit

Die Einführung des CF-NGS in der Schweiz erfolgte reibungslos und das Prozedere konnte weiter optimiert werden. Die Implementierung wurde von Ärzten und Eltern gut akzeptiert. Die genetisch gesicherten Diagnosen wurden durchschnittlich im Alter von 34 Tagen gestellt und alle betroffenen Kinder wurden in einem CF-Zentrum weiterbetreut.

Finanzielle Unterstützung
Das zweijährige Pilotprojekt CF-Neugeborenen-Screening wurde unterstützt von der Schweizerischen Gesellschaft für Cystische Fibrose (CFCH), Lungenliga St. Gallen, Lungenliga Bern, Lungenliga Solothurn, Lungenliga Waadt, Lungenliga Zürich, Lungenliga Tessin, Telethon-Stiftung, Fondazione Dottore Perluigi Crivelli, Bundesamt für Gesundheit (BAG), Novartis, Abbott, Glaxo, AstraZeneca, Vifor, Solvay; die Evaluation des Pilotprojektes wurde durch die Schweizerische Gesellschaft für Cystische Fibrose (CFCH) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) finanziert.

Interessenkonflikt
Die Autoren erhielten Unterstützung für die vorliegende Studie von den oben genannten Drittmittelgebern.

Prof. Baumgartner, Dr. Torresani, PD Dr. Barben bekamen anteilig Kongressgebühren- sowie Reisekostenerstattung von der Firma Abbott.

Prof. Gallati erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

PD Dr. Barben, Dr. Torresani, Prof. Baumgartner und Prof. Gallati waren beteiligt am Aufbau und an der Durchführung des CF-Neugeborenen-Screenings. Dr. Rueegg und Prof. Kuehni CE sind beteiligt an der Durchführung und Evaluation des Screenings.

Danksagung
Die Autoren danken allen Mitgliedern der Task Force neonatales CF-Screening in der Schweiz für die gute Zusammenarbeit: PD Dr. med. Jürg Barben, St. Gallen (Präsident); PD Dr. med. Alex Möller, Zürich; Dr. med. Anne Mornand, Genf; Dr. med. Carmen Casaulta, Bern; Prof. Dr. med. Claudia Kuehni, Bern; Dr. med. Gaudenz Hafen, Lausanne; Prof. Dr. med. Martin Schöni, Bern; Prof. Dr. med. Mathias Baumgartner, Zürich; Prof. Dr. med. Nicolas Regamey, Bern; PD Dr. Ralph Fingerhut, Zürich; Prof. Dr. Sabina Gallati, Bern; Dr. Toni Torresani, Zürich.

Manuskriptdaten
eingereicht: 20. 9. 2012, revidierte Fassung angenommen: 19. 03. 2013

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Jürg Barben
Ostschweizer Kinderspital,
Abteilung Pneumologie/Allergologie
Claudiusstraße 6
9006 St. Gallen, Schweiz
Juerg.Barben@kispisg.ch

Zitierweise
Rueegg CS, Kuehni CE, Gallati S, Baumgartner M, Torresani T, Barben J, on behalf of the Swiss CF screening task force: One-year evaluation of a neonatal screening program for cystic fibrosis in Switzerland. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(20): 356–63.
DOI: 10.3238/arztebl.2013.0356

@eFragebogen und eGrafik:
www.aerzteblatt.de/13m0356

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universität Bern, Schweiz: Dr. phil. Rueegg, Prof. Dr. med. Kuehni
Abteilung für Humangenetik, Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Inselspital Bern, Schweiz:
Prof. Dr. phil. nat. Gallati
Neugeborenen-Screening Labor, Universitätskinderkliniken Zürich, Schweiz:
Prof. Dr. med. Baumgartner, Dr. phil. nat. Torresani
Abteilung Pneumologie/Allergologie, Ostschweizer Kinderspital St. Gallen, Schweiz: PD Dr. med. Barben
Protokoll des CF-Neugeborenen-Screenings in der Schweiz nach den Anpassungen des ersten Pilotjahres
Protokoll des CF-Neugeborenen-Screenings in der Schweiz nach den Anpassungen des ersten Pilotjahres
Grafik 1
Protokoll des CF-Neugeborenen-Screenings in der Schweiz nach den Anpassungen des ersten Pilotjahres
Resultate des Screenings für das Jahr 2011
Resultate des Screenings für das Jahr 2011
Grafik 2
Resultate des Screenings für das Jahr 2011
Elterninformationen zum CF-Neugeborenen-Screening
Elterninformationen zum CF-Neugeborenen-Screening
Grafik 3
Elterninformationen zum CF-Neugeborenen-Screening
Zeitparameter im Verlauf des Screenings
Zeitparameter im Verlauf des Screenings
Tabelle 1
Zeitparameter im Verlauf des Screenings
Resultate aus dem Elternfragebogen, allgemein und stratifiziert nach CF-Diagnose (CF, zystische Fibrose)
Resultate aus dem Elternfragebogen, allgemein und stratifiziert nach CF-Diagnose (CF, zystische Fibrose)
Tabelle 2
Resultate aus dem Elternfragebogen, allgemein und stratifiziert nach CF-Diagnose (CF, zystische Fibrose)
Resultate des Screenings von Januar bis April 2011
Resultate des Screenings von Januar bis April 2011
eGrafik 1
Resultate des Screenings von Januar bis April 2011
Resultate des Screenings von Mai bis Dezember 2011
Resultate des Screenings von Mai bis Dezember 2011
eGrafik 2
Resultate des Screenings von Mai bis Dezember 2011
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  • Probleme
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(40): 676; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0676a
    Abholz, Heinz-Harald
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2013; 110(40): 676-7; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0676b
    Barben, Jürg

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