ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2013Hausarztvertrag in Baden-Württemberg: Vertragspartner wollen Hausbesuche fördern

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Hausarztvertrag in Baden-Württemberg: Vertragspartner wollen Hausbesuche fördern

Dtsch Arztebl 2013; 110(20): A-966 / B-842 / C-838

Hillienhof, Arne; Korzilius, Heike

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Die „Verahs“ in Baden-Württemberg können ihre Hausbesuche künftig mit von der AOK gesponserten Autos machen. Foto: AOK Baden-Württemberg
Die „Verahs“ in Baden-Württemberg können ihre Hausbesuche künftig mit von der AOK gesponserten Autos machen. Foto: AOK Baden-Württemberg

Von Juli an sollen die Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) im Rahmen des AOK-Hausarztvertrages in Baden-Württemberg Autos für ihre Hausbesuche erhalten. Alle Hausärzte im Hausarztvertrag können die Autos zu Sonderkonditionen leasen. Die AOK und ihre Vertragspartner übernehmen je 100 Euro der monatlichen Leasingkosten für etwa 1 000 Fahrzeuge. Das teilte die AOK zum fünfjährigen Bestehen des Vertrages mit. „Wir gehen davon aus, dass dadurch unterm Strich deutlich mehr Hausbesuche ermöglicht werden“, sagte der baden-württembergische Landesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Dr. med. Berthold Dietsche.

Die Evaluation des AOK-Hausarztvertrages hat der Krankenkasse zufolge ergeben, dass VERAH mit 71 Prozent überdurchschnittlich oft in Landarztpraxen eingesetzt werden. Dort könnten sie den Hausarzt durch die Übernahme von Routine-Hausbesuchen entlasten. 41 Prozent der befragten VERAH machten bereits Hausbesuche.

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Zum fünfjährigen Bestehen des Hausarztvertrages haben sich AOK und Hausärzte außerdem auf Honorarverbesserungen geeinigt, unter anderem für die Behandlung betreuungsintensiver Patienten in der Praxis und im Pflegeheim. Die Vertragspartner forderten zugleich die Politik auf, die Ende 2010 eingeführte Regelung zurückzunehmen, wonach höhere Honorare in Verträgen zur hausarztzentrierten Versorgung durch Einsparungen an anderer Stelle refinanziert werden müssen. Sollte das Gesetz, wie vorgesehen, ab Mitte 2014 auch für den Hausarztvertrag in Baden-Württemberg gelten, bedeute das einen „riesigen Rückschritt“ in der ambulanten Versorgung. hil/HK

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