ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2013Gabriele Schackert: Eine Vorzeigefrau, nicht Quotenfrau

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Gabriele Schackert: Eine Vorzeigefrau, nicht Quotenfrau

Dtsch Arztebl 2013; 110(20): A-999 / B-871 / C-867

Zylka-Menhorn, Vera

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Gabriele Schackert, Foto: privat
Gabriele Schackert, Foto: privat

Im „Who is Who“ der bedeutendsten Ärzte Deutschlands ist Prof. Dr. med. Gabriele Schackert bereits als Spezialistin von Schädelbasistumoren und Hirntumoren im Erwachsenen- und Kindesalter gelistet. Demnächst wird die Direktorin der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums der TU Dresden noch prominenter in Erscheinung treten. Denn die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) hat Schackert zur Präsidentin für die Amtsperiode 2015/16 gewählt. Dann wird sie die erste Frau an der Spitze dieser ehrwürdigen Fachgesellschaft sein und den Jahreskongress leiten.

Schon in diesem Jahr referierte Schackert als Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie – und wiederum als einzige Frau – auf den Pressekonferenzen der DGCH zu einem Thema, das ihr sehr am Herzen liegt: die Navigationschirurgie. In München betonte sie die hohe Präzision des Verfahrens bei komplexen Eingriffen an der Hals- und Brustwirbelsäule, insbesondere bei Revisionen.

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Bereits seit 1984 ist Schackert Fachärztin für Neurochirurgie. Doch noch heute ist sie fasziniert von den Strukturen des Gehirns: „Sie sind so präzise wie die Mathematik oder eine lateinische Grammatik.“ Als gebürtige Hessin kam sie über die Stationen Erlangen-Nürnberg und Heidelberg 1993 als Ordinaria nach Dresden. An der Elbe stieß die Mischung „Frau und Wessi“ zunächst auf Misstrauen: Kam hier eine Ärztin, die es drüben vielleicht nie geschafft hätte? Schackert hat einen anderen Blickwinkel: Die Aufbruchstimmung im Osten habe es ihr leichter gemacht, etwas zu bewegen . . . das könnte auch als erste DGCH-Präsidentin der Fall sein. Vera Zylka-Menhorn

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