ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2013Rehabilitation: Kliniken nicht frei wählbar

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Rehabilitation: Kliniken nicht frei wählbar

Dtsch Arztebl 2013; 110(20): A-967 / B-843 / C-839

afp

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Für die Rehabehandlung in der Wunschklinik des Patienten muss die Krankenkasse nicht in jedem Fall zahlen. Foto: Fotolia/Robert Kneschke
Für die Rehabehandlung in der Wunschklinik des Patienten muss die Krankenkasse nicht in jedem Fall zahlen. Foto: Fotolia/Robert Kneschke

Für die medizinische Rehabilitation können sich gesetzlich Krankenversicherte ihre Klinik nicht frei auswählen. Selbst wenn Patienten bereit sind, Mehrkosten aus eigener Tasche zu zahlen, bleiben zahlreiche Einrichtungen außen vor, wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied (Az: B 1 KR 12/12 R und B 1 KR 53/12 R).

Es wies damit zwei Versicherte der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) ab. Einer Patientin war eine neue Herzklappe eingesetzt worden, die zweite hatte einen Schlaganfall erlitten. Mit den von der KKH vorgeschlagenen Kliniken waren beide nicht einverstanden. Sie folgten privaten und fachlichen Empfehlungen und wählten jeweils eine andere Rehaklinik aus. Beide Kliniken hatten einen Versorgungsvertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen.

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Die Kosten von 3 300 beziehungsweise 5 800 Euro muss die KKH dennoch nicht ersetzen, urteilte nun das BSG. Zwar bestehe seit 2007 eine gewisse Wahlfreiheit der Versicherten auch bei der medizinischen Rehabilitation. Diese beziehe sich aber gerade nicht auf Kliniken mit Versorgungsvertrag.

Versicherte, die mit den von ihrer Krankenkasse vorgeschlagenen Kliniken nicht einverstanden sind, können nach den Kasseler Urteilen zunächst versuchen, mit medizinischen oder auch privaten Gründen dagegen anzugehen. Kommen sie damit nicht durch, können sie nur auf Kliniken ausweichen, die nicht über einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen verfügen. Laut Gesetz muss sich die Kasse dann an den Kosten beteiligen. Die Versicherten müssen die Mehrkosten tragen, die durch die Auswahl einer zertifizierten Klinik ohne Versorgungsvertrag entstanden sind (§ 40 Abs. 2 SGB V). afp

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