ArchivDeutsches Ärzteblatt18/1996Nahrungsfett und Brustkrebsrisiko

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Nahrungsfett und Brustkrebsrisiko

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LNSLNSLNSLNS Obwohl die altersspezifische Brustkrebsinzidenz in verschiedenen Ländern um mehr als das Fünffache schwankt, scheint der Fettkonsum – im Gegensatz zu früheren Hypothesen – das Risiko für Brustkrebs nicht zu beeinflussen. In Tierexperimenten und Fall-Kontroll-Studien hatte sich in den 70er Jahren ein Zusammenhang zwischen Fettkonsum und dem Brustkrebsrisiko gezeigt. Eine Gesamtanalyse von sieben prospektiven Studien aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Schweden und den Niederlanden mit insgesamt 337 819 Teilnehmerinnen, davon 4 980 erkrankten Frauen, widerlegte diese Theorie: Auch bei Frauen, die weniger als 20 Prozent ihres täglichen Energiebedarfs als Fett zu sich nehmen, vermindert sich das Brustkrebsrisiko nicht. Ob die Nahrungsfette gesättigt sind, mehrfach ungesättigte Fettsäuren oder viel Cholesterin enthalten, macht ebenfalls keinen Unterschied. silk


Hunter DJ, Spiegelman D et al: Cohort studies of fat intake and the risk of breast cancer – a pooled analysis. New Engl J Med 1996, 334: 356–361
Dr. Hunter, Channing Laboratory, 180 Longwood Ave., Boston, MA 02115, USA

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