ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2013Krankenhaus: Mut zum Führen
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. . . Seit Jahren ist das allen bereits bekannt, was jetzt mit guten Zahlen einleuchtend, aber letzten Endes trivial belegt wird, und zwar genau in der genannten Reihenfolge: eine geregelte 40-Stunden-Woche, bezahlte Fortbildung, Hilfe für junge Eltern. Das war schon immer zu fordern! Dabei ist der Ausgangspunkt, um von ärztlicher Seite mitzuwirken, vor allen Dingen ein Chef, der nicht nur fachkompetent ist, sondern eine ärztliche Persönlichkeit, die nach innen ihre Abteilung in offener, kritischer und doch freundlicher Weise führt, der sich nach außen vor seine Assistenten stellt und ihnen Handlungsfreiheit abverlangt, sowie dem Rechenmeister der Verwaltung ärztliche Würde entgegensetzt. Solange die Chefärzte nicht den Mut zum Führen haben, wird sich von ärztlicher Seite gesehen nichts ändern. Die Folgeschäden einer falschen, kurzsichtigen Sparpolitik, zum Beispiel schlecht integrierte Honorarärzte, nicht ausreichend Deutsch sprechende ausländische Kollegen, sind viel zu teuer. Solange die Arbeitswirklichkeit so weit von den Existenzwünschen einer Arztfamilie entfernt ist, wird das Krankenhaus kein behaglicher Lebensraum sein.

Dr. med. Christoph Kunkel, 97769 Bad Brückenau

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