ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2013Radiologie: Weit aus dem Fenster gehängt
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Da hat sich der Autor Prof. Golder meinungsgebend weit aus dem Fenster gehängt. Werden das seine radiologischen Kollegen ertragen? Ich muss ihm allerdings uneingeschränkt recht gegeben. Die Bildgebung (durch Röntgen, Magnetfeldresonanz oder Ähnliches) gehört in die Hand desjenigen, der im Fach kompetent ist. Selbstverständlich muss der Facharzt für Gynäkologie sonographieren können, der HNO-Arzt Röntgenbilder der Nasennebenhöhlen auswerten können und der Orthopäde Knie und Hüften beurteilen. Die Einzigen, die dieses auch im ärztlichen Streit um Liquidationsmöglichkeiten bestreiten, sind die Radiologen selbst. Welcher chirurgisch Tätige oder auch konservativ Tätige in der Schmerztherapie muss nicht heute wie selbstverständlich Kernspinbilder lesen können, damit er fachgerecht vorgehen kann. Und selbstverständlich muss dieses auch seinen Niederschlag in den Liquidationsmöglichkeiten sowohl des EBM wie der GOÄ finden. Ob damit nun ein Autoritätsverlust des Radiologen, wie vom Autor behauptet, verbunden ist, bleibt dahingestellt. Wenn allgemein anerkannt wird, dass jeder Organfacharzt seine Instrumente zuerkannt bekommt, die er für eine vernünftige Diagnostik und Therapie benötigt, ist alles im Lot. Eigentlich doch auch selbstverständlich, oder?

Dr. med. Helmut Olberding, 49393 Lohne

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