ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2013Kran­ken­ver­siche­rung: Wege aus der Schuldenfalle

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Kran­ken­ver­siche­rung: Wege aus der Schuldenfalle

Dtsch Arztebl 2013; 110(21): A-1013 / B-885 / C-881

Richter-Kuhlmann, Eva

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Der vom Bundeskabinett im April beschlossene Entwurf eines „Gesetzes zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Kran­ken­ver­siche­rung“ wurde von Experten bei einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses Mitte Mai weitgehend begrüßt. Viele halten jedoch eine rückwirkende Regelung für nötig. Nur so sei es den Betroffenen möglich, wieder in den normalen Tarif zurückzukehren. Besonders für Selbstständige bestehe ansonsten die Gefahr, in eine Schuldenfalle zu geraten, erklärte der Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung.

Kritik wurde auch am geplanten Notlagentarif für die private Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) laut: Nachbesserungen am Gesetzentwurf forderten die Sachverständigen besonders für den Bereich der Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Sie müssten aus dem Notlagentarif ausgenommen werden und immer den vollen Leistungsanspruch haben, fordert unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Der Notlagentarif für Prämienschuldner soll etwa 100 Euro im Monat kosten und umfasst eine ärztliche Versorgung nur bei akuten Schmerzzuständen oder bei Schwangerschaft.

Grundsätzlich meinen jedoch viele Experten, dass durch das Gesetz Probleme gelöst werden könnten. Es soll bis zur Sommerpause im Bundestag beschlossen werden und bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. ER

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