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Oliver Brüstle: An vorderster Front

Dtsch Arztebl 2013; 110(21): A-1049 / B-915 / C-909

Richter-Kuhlmann, Eva

Oliver Brüstle, Foto: dpa
Oliver Brüstle, Foto: dpa

Kaum ein Wissenschaftler hat die Gesellschaft so stark polarisiert wie Prof. Dr. med. Oliver Brüstle. Sein Forschungsgebiet ist mit Hoffnungen und Emotionen zugleich besetzt: die embryonale Stammzellforschung.

Seit Jahren setzt sich der 50-jährige Direktor des Instituts für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn sowie Mitgründer und Geschäftsführer der Life & Brain GmbH für die Arbeit mit embryonalen Stammzellen in Deutschland ein. Als erster ging er im Jahr 2000 „vor die Front“ und beantragte bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft Mittel für die Arbeit mit embryonalen Stammzellen. 2003 importierte er als erster deutscher Forscher embryonale Stammzellen aus dem Ausland. In die Schlagzeilen gelangte Brüstle auch durch die Anmeldung eines Patents zur Herstellung von Zellen aus embryonalen Stammzellen, das einen von 1997 bis heute andauernden Rechtsstreit nach sich zog.

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Auch jetzt steht der engagierte Wissenschaftler und Vater von vier Kindern wieder an vorderster Front: Deutsche Stammzellforscher aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gründeten am 7. Mai das am Max-Delbrück- Centrum Berlin-Buch angesiedelte „Deutsche Stammzellnetzwerk“ und wählten Brüstle zum Präsidenten. „Wir wollen das Deutsche Stammzellnetzwerk international vernetzen sowie strategische Fachgruppen aufbauen, die sich mit wissenschafts- und gesellschaftspolitisch relevanten Themen befassen“, erklärte Brüstle. Das Bundesforschungsministerium fördert die Initiative mit mehr als 300 000 Euro. Eva Richter-Kuhlmann

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