ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2013An der Realität vorbei
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Der Beitrag ist doch eine etwas an der gelebten Realität vorbeigehende, gut gemeinte Darstellung, wo Wunsch mit Wirklichkeit, oder besser Soll-Zustand mit Ist-Zustand verwechselt werden, wie Mitglieder aus der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie bestätigen werden. Die Indikation zur invasiven kardiologischen Primärdiagnostik, zur Stent-Implantation wie auch zur Kontrolle nach Stenting dürfte, wie die stetig ansteigenden Zahlen demonstrieren, direkt einhergehen mit der Zahl der Herzkatheterlabore. Dass bei immerhin 880 000 Katheteruntersuchungen im Jahr 2010 – der absolute weltweite Spitzenwert bezogen auf 1 000 Einwohner in einem Industrieland – mehr Wettbewerb und ökonomische Gesichtspunkte und weniger Leitlinien oder letztlich Patienten im Vordergrund stehen, wird den meisten im Fach klar sein. Und nur zur Erinnerung, ein Klacks ist der Herzkatheter in keinem Fall, sondern ein regelrechter Eingriff. Immerhin, wenn auch selten, gibt es unter anderem die schwerwiegende Komplikation der arteriellen Nachblutung, einer Aortendissektion oder der Lungenembolie.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0403a

Prof. Dr. med. Ulrich Hake, Mainz

u-hake@online.de

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Rassaf T, Steiner S, Kelm M: Postoperative care and follow up after coronary stenting. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(5): 72–82. VOLLTEXT
1.Rassaf T, Steiner S, Kelm M: Postoperative care and follow up after coronary stenting. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(5): 72–82. VOLLTEXT

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