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Über die Schwierigkeiten der konsequenten Umsetzung von Leitlinien in die tägliche Praxis gibt es eine Reihe von Untersuchungen. Gerade aus diesem Grund hat die Redaktion des Ärzteblatts sich für die Erstellung eines solchen Artikels entschieden. Ziel unseres cme-Artikels ist es dem Leser einen möglichen Pfad aufzeigen.

Dennoch ist dieser Artikel – genauso wie Leitlinien – lediglich als Empfehlung zu sehen. Der behandelnde Arzt muss Nutzen und Risiko einer diagnostischen Herzkatheteruntersuchung individuell für jeden Patienten abwägen.

Die aus der Abteilung für Sportmedizin der Universität Tübingen vorgeschlagene Durchführung einer Laufbanduntersuchung an Stelle einer Ergometrie ist sicherlich eine gute Alternative. Ebenso wie dargestellt, die Kombination mit einer Laktatdiagnostik und/oder Spiroergometrie. Dennoch muss berücksichtigt werden, dass diese Methoden nicht überall verfügbar sind.

Die „professionelle Begleitung des Krankheitsbewältigungsprozesses inklusive Beeinflussung des Lebensstiles und Modifizierung des Risikoprofils“ erachten wir als wichtig.

In den Nationalen Versorgungsleitlinien (1) wird die Durchführung einer multidisziplinären Rehabilitation empfohlen nach akutem ST-Hebungsinfarkt und Nicht-ST-Hebungsinfarkt, nach koronarer Bypass-Operation und in ausgewählten Fällen nach elektiver perkutanen Koronararterien-Intervention (PCI), beispielsweise bei ausgeprägtem Risikoprofil, bei besonderem Schulungsbedarf oder bei Compliance-Problemen. Jedoch ist bei Patienten nach Nicht-ST-Hebungsinfarkt und nach PCI die Wirkung einer multidisziplinären Rehabilitation bislang nicht hinreichend untersucht (1).

Nach PCI profitieren die Patienten am ehesten in Bezug auf Lebensstiländerungen, körperlicher Leistungsfähigkeit und beruflicher Wiedereingliederung. Dieses sollte fachlich und professionell begleitet werden.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0404

Prof Dr. med. Tienush Rassaf

Prof Dr. med. Malte Kelm

Universitätsklinikum Düsseldorf,
Klinik für Kardiologie, Pneumologie, Angiologie

Düsseldorf

Tienush.Rassaf@med.uni-duesseldorf.de

Interessenkonflikt

Die Autoren aller Diskussionsbeiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK – Langfassung. Version 1.X. 2006. Available from: www.khk.versorgungsleitlinien.de DOI: 10.6101/AZQ/000041 Last accessed on 15. May 2013.
2.
Rassaf T, Steiner S, Kelm M: Postoperative care and follow up after coronary stenting. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(5): 72–82. VOLLTEXT
1. Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK – Langfassung. Version 1.X. 2006. Available from: www.khk.versorgungsleitlinien.de DOI: 10.6101/AZQ/000041 Last accessed on 15. May 2013.
2.Rassaf T, Steiner S, Kelm M: Postoperative care and follow up after coronary stenting. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(5): 72–82. VOLLTEXT

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